Owl City - All Things Bright And Beautiful - Cover
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Owl City All Things Bright And Beautiful


  • Label: Republic/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Es geht um Schmetterlinge, Sonnenuntergänge, Blumen, das Weltall und Gemüse. Owl City nennt dies sein Ventil für eine positive Sicht der Dinge.

Mit seinem 2009er Album „Ocean Eyes“ (erschien in Deutschland im Februar 2010) feierte das Ex-MySpace-Phänomen Adam Young (24) alias Owl City seinen internationalen Durchbruch. Dies war vor allem der Single „Fireflies“ zu verdanken, die sich weltweit wie warme Semmeln verkaufte, was wiederum besonders auf den Deckel der „Generation Download“ ging, die den Titel millionenfach (legal!) aus dem Netz saugte.

War „Ocean Eyes“ das Werk eines Nerds, der so gut wie nie das Haus verlässt und im Stillen seine Musik komponiert, dient das neue Album „All Things Bright And Beautiful“ der Verarbeitung der Eindrücke aus den vergangenen zwei Jahren. Dies macht Adam Young, indem er seine eigenen Phantasiewelten kreiert, die doch wieder den Nerd in dem 24-Jährigen hervorrufen. So singt Young von Schmetterlingen, Sonnenuntergängen, Blumen, dem Weltall und Gemüse und nennt dies sein Ventil für eine positive Sicht der Dinge.

Young unterlegt seine farbenfrohe Bildsprache mit gewohnt einschmeichelnden Electro-Pop-Melodien, die heuer nicht nur melancholisch verspielt ausgefallen sind („Hospital flowers“, „Plant life“), sondern hier und da auch als tanzbar eingestuft werden können („Galaxies“, „The yacht club“). Darüber hinaus hat sich Young diverse Gastsänger eingeladen. So veredelt z.B. Breanne Düren den Track „Honey and the bee“ mit ihren kindlich-süßen Stimme, während Rapper Shawn Chrystopher auf der ersten Single „Alligator sky“ zu hören ist.

Dadurch entstand im Vergleich zum Vorgängerwerk eine größere Vielfältigkeit, die sich positiv auf den Höreindruck auswirkt. So kommen Songs wie „Deer in the headlights“ und „Angels“ überraschend druckvoll und fast schon rockig aus den Boxen und stellen damit einen schönen Gegenpart zu bekannt verträumten Titeln wie „Dreams don’t turn to dust“ oder „The real world ” dar.

Fazit: Auch wenn diesmal ein eindeutiger Hit wie „Fireflies“ fehlt, ist „All Things Bright And Beautiful“ das homogenere Album als „Ocean Eyes“, was unterm Strich mehr wert ist. Denn eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, um es quasi mit den Worten Adam Youngs zu sagen.

Anspieltipps:

  • Alligator sky
  • The real world
  • Honey and the bee
  • Deer in the headlights

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