The Prodigy - Live: World´s On Fire - Cover
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The Prodigy Live: World´s On Fire


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 192 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Vor 15 Jahren klang diese Band richtig gefährlich und neu. Anno 2011 sind The Prodigy ein Act aus dem Museum der Musikgeschichte.

Mit nur drei Studioalben in 12 Jahren ist die quantitative Ausbeute der britischen Band The Prodigy nicht gerade als üppig zu bezeichnen. Doch zumindest den heimischen Fans scheint dies egal zu sein. Sie haben der Band um den extrovertierten Sänger Keith Flint immer die Treue gehalten, so dass bis auf den Debüt-Longplayer „Experience“ (09/1992) sämtliche Alben der Electro-Rocker auf dem ersten Platz der englischen Charts landeten. Der größte Hit war und ist das Werk „The Fat Of The Land“ (06/1997), das weltweit den Nummer-1-Rang der Charts belegte. Es wucherte nur so vor provokanten Texten und eingängigen Melodien (verstärkt durch aufreizende Videoclips) und wanderte in nur 12 Monaten sieben Millionen Mal über die Ladentheken.

Natürlich darf man nicht verheimlichen, dass The Prodigy für ihre ganz bewusst herausgestellten Provokationen und ihren aggressiv bollernden Sound auch kritisch beäugt und als Proleten belächelt werden. Dem Prodigy-Fan ist aber auch dies egal. Und so strömten die Massen im Juli des vergangenen Jahres in die 65.000 Menschen fassende Milton Keynes Bowl zum Warrior Dance Festival, auf dem die Jungs von The Prodigy ihre allererste Live-CD/DVD aufzeichnen ließen.

Dabei ging es gewohnt zünftig zu Werke. Das Trio (plus Bühnenverstärkung) fegt wie im Rausch durch ein Greatest-Hits-Set, das bezogen auf seinen Sound aus heutiger Sicht arg antiquiert und vor allem wenig abwechslungsreich klingt. Unglaublich, dass diese Musik einmal die Welt in Aufruhr versetzte. Dafür ist wenigstens die DVD ein optisches Feuerwerk und die begleitenden Filme, die in Amerika, Japan Brasilien und Europa gedreht wurden, ermöglichen ein paar interessante Einsichten hinter die Kulissen des wilden Haufens.

Möglichst laut genossen und mit ein paar Promille intus, ist „World’s On Fire“ ganz gewiss ein guter Partystarter. Nicht mehr und nicht weniger. Vor 15 Jahren klang diese Band dagegen noch richtig gefährlich und neu. Anno 2011 sind The Prodigy ein Act aus dem Museum der Musikgeschichte, der aufpassen muss, nicht zu einer Karikatur seiner selbst zu werden.

Anspieltipps:

  • Breathe
  • Firestarter
  • Invaders must die
  • Smack my bitch up
  • Take me to the hospital

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