Selah Sue - Selah Sue - Cover
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Selah Sue Selah Sue


  • Label: Because Music/WEA
  • Laufzeit: 47 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Selah Sue hat sich trotz der prominenten Unterstützung nicht von ihrem Label in das Songwriting reinreden lassen und bis auf einen Track nur eigene Kompositionen verwendet.

Selah Sue alias Sanne Putseys (22) aus Belgien zählt zu den aktuellsten MySpace-Phänomenen dieser Tage. Schon als Schülerin schrieb seine eigene Songs und nahm diese als Demos auf. Diese stellte sich auf ihre MySpace-Seite und dann ein kleines Wunder seinen Lauf. Selah Sues Internetpräsenz erhielt regen Zuspruch von Musikfans und Verantwortlichen aus der Plattenindustrie, die umgehend mit einem Vertrag wedelten. Mit Because Music bekam ein Sublabel des Majors Warner Music den Zuschlag und schickte die junge Sängerin und Songschreiberin mit prominenten Kollegen wie Cee-Lo Green, Patrice, Meshell Ndegeocello ins Studio.

Selah Sue hat sich trotz der prominenten Unterstützung nicht von ihrem Label in das Songwriting reinreden lassen und bis auf einen Track, das Duett „Please“ mit Cee-Lo Green, nur eigene Kompositionen verwendet, die stilistisch in den Bereichen Reggae, Soul, Funk und Pop beheimat sind. Diese Konsequenz hat sich gelohnt. Denn Selah Sues Debütalbum, das in Belgien und Frankreich auf Platz eins der Charts kam, stellt eine gelungene Songsammlung dar, die mit den üblichen Konventionen der Popmusik bricht.

Das fängt an mit dem Gesang der 22-Jährigen, der entfernt an ihre walisische Kollegin Duffy (26) erinnert, die mit ihrem zweiten Album „Endlessly“ (11/2010) leider einen kapitalen kommerziellen Flop hingelegt hat. In anderen Momenten meint man wiederum eine unverbrauchte Ausgabe von Amy Winehouse oder auch Macy Gray herauszuhören. Auf jeden Fall klingt Selah Sue Stimme nicht nach einem kleinen Mädchen, sondern reif und für ihre junges Alter durchaus markant.

Musikalisch geht es die meiste Zeit ruhig und entspannt zu, auch wenn die Beats ab und an richtig fett aus den Boxen quellen („Black part love“). Doch am Ende wird das Album von der Lässigkeit des Raggamuffin überstrahlt, für die Selah Sue phasenweise nicht mehr als eine akustische Gitarre („Explanations“) und/oder ein paar Pianotupfer („Summertime“) benötigt. Das genügt für ein kleines, aber feines Debütwerk, auf dem sich karrieretechnisch aufbauen lässt.

Anspieltipps:

  • Peace
  • Please
  • Black part love
  • Crazy sufferin style

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