Figure Of Six - Brand New Life - Cover
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Figure Of Six Brand New Life


  • Label: Tiefdruck/Intergroove
  • Laufzeit: 37 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Im modernen Metal steht oftmals die Ausgewogenheit an erster Stelle. Niemals geht es zu hart oder deftig zu und wenn, dann ist immer eine sanfte Melodie zur Stelle oder der Sänger flechtet statt Growls oder gepressten Vocals einen klar gesungenen Part ein, der das Geschehen zwangsläufig entschärft. Die Italiener von Figure Of Six haben dieses Schema auf ihrem dritten Machwerk besonders genau unter die Lupe genommen, wollen aber zugleich das Genre voranbringen und nach ihren Erfahrungen im Nu Metal und Hardcore (wie auf dem Debüt „Step one“ (09/2005) zu hören), sowie dem Metalcore (der Nachfolger „Aion“ (04/2008) hat sich diesem Stil verschrieben) selbst neue Wege beschreiten.

Was auf den ersten Blick recht zielstrebig wirkt, entpuppt sich jedoch nach und nach als recht konventionelles Gegenstück zu einem überdrehten und -ladenen Sonic Syndicate-Output. Darüber hinaus wollen Enrico Scutti (Gesang), Peter Cadonici (Gitarre), Matteo Troiano (Gitarre), Stefano Capuano (Bass), Michele Mingozzi (Keyboard) und Antonio Aronne (Schlagzeug) auf „Brand New Life“ scheinbar gar keine neuen Ideen entwickeln, sondern borgen sich einfach welche.

Das Grundkonstrukt erinnert nicht selten an Stone Sour bzw. wenn es etwas härter ans Werk geht an Slipknot, während sich immer wieder in ihrer Wucht abgeschwächte Fetzen aus schwedischen Melodeath (In Flames, Dark Tranquillity, Soilwork) unter die mäßig interessante Metalmasse hebt. Sänger Enrico, der erst letztes Jahr für den ausgestiegenen Giacomo Lavatura ins Boot geholt wurde, leistet zwar einen guten Job, wird aber meist nur als klar singendes Gleichgewicht für die unaufhörlich drückende Instrumentalabteilung missbraucht. Apropos Gleichgewicht: Mit den Balladen „Siren´s call“ und „Something“ empfehlen sich die italienischen Herrschaften gleich zweimal ganz schamlos als Vorgruppe und zwar einmal für Nickelback und einmal für Bon Jovi. Spannend klingt jedenfalls anders.

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