Brooke Fraser - Flags - Cover
Große Ansicht

Brooke Fraser Flags


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 45 Minuten
Artikel teilen:
5.5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit „What To Do With Daylight” (2003) und „Albertine” (2006) sind bereits zwei Alben von der neuseeländischen Sängerin und Songschreiberin Brooke Fraser erschienen, ohne dass es hierzulande jemand mitbekommen hat. Bei ihrem dritten Werk „Flags“ verhält es sich dagegen ganz anders. Denn mit dem Singlevorboten „Something in the water“ landete die 27-Jährige einen waschechten Radiohit, der Brooke Frasers erste offizielle Longplayer-Veröffentlichung in Europa ganz klar positiv beeinflussen dürfte.

Den geneigten Käufer erwartet auf „Flags“ elfmal träumerischer Songwriter-Pop, der eingängig, handgemacht und aus eigener Feder ist (die Favoriten lauten: „Jack Kerouac“, „Something in the water” und „Jack Kerouac“). Dieser geht leicht ins Ohr, ist angenehm arrangiert und feinfühlig eingesungen. Es geht aber auch anders! Dann erscheinen die Songs harmlos, langweilig und mitunter ziemlich dröge („Betty“, „Crows + Locusts“, „Who are we fooling?“).

Das ist etwas verwunderlich und war so nicht zu erwarten, wodurch „Flags“ leider zu einem durchwachsenen Vergnügen gereift, bei dem sich Licht und Schatten abwechseln. Dabei stellt Brooke Fraser ihr Talent für überdurchschnittliches Songwriting gar nicht mal unter den Scheffel, wie z.B. der unheimlich gefühlvolle Titeltrack beweist. Doch auf Dauer betrachtet fehlt es vielen Songs einfach an dem gewissen Etwas, mit dem sich die Neuseeländerin von der großen Konkurrenz eindeutiger abgrenzen könnte.

So landet Brooke Fraser vorerst in einem großen Topf, in dem sich u.a. Kolleginnen wir Sara Bareilles oder auch A Fine Frenzy befinden, die bisher als One-Hit-Wonder wahrgenommen werden, aber gewiss zu Größerem imstande sind. Darauf sollte auch bei der 27-Jährigen vertraut werden, auch wenn sie in ihrer Heimat bereits ein Star ist.

Anspieltipps:

  • Coachella
  • Here’s to you
  • Orphans, kingdoms
  • Something in the water

Neue Kritiken im Genre „Songwriter-Pop“
Diskutiere über „Brooke Fraser“
comments powered by Disqus