Dave Stewart - The Blackbird Diaries - Cover
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Dave Stewart The Blackbird Diaries


  • Label: Neo/Sony Music
  • Laufzeit: 60 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

„The Blackbird Diaries“ gibt sich als Album im Zwischenraum, weil sich zu viel Mittelmaß eingeschlichen hat.

Er ist der Geschäftsmann des Pop und dennoch kann man ihm seine Leidenschaft zu den Tönen ganz sicher nicht absprechen. Ob Dave Stewart mit Annie Lennox als Eurythmics für zeitlose Pop/Rock-Hits wie „Here Comes The Rain Again“ oder „Sweet Dreams (Are Made Of This)“ steht und in der Multimedia-Branche als echtes Talent angesehen wird, so sind es dazu noch Soundtracks, Produzentenjobs und natürlich eine Solo-Karriere. Diese erhält nun mit „The Blackbird Diaries“ einen im Blues und Singer/Songwriter beheimateten Zuwachs. Ergänzt durch eine geschulte Musikerauswahl und Duettpartner wie Stevie Nicks (u. a. Fleetwood Mac), Martina McBride, Colbie Caillat sowie einem zusammen mit Bob Dylan geschriebenen Song ist „The Blackbird Diaries“ qualitativ schwankend.

Da wären gleich zu Beginn die famosen „Beast Called Fame“ (erdig blues-rockend) und „Magic In The Blues“ als countryeske Uptempo-Hymne. Musikalisch vor allem von kernigen (Slide-)Gitarren, süßlichen Piano-Melodien getragen, ist trotz des unüberhörbaren Pop-Verständnisses auch durch die Vocals von Dave Stewart der Gesamteindruck ein erhabener Cocktail aus Radio-Affinität und Bluesclub-Stimmung. Es duellieren sich die Gitarren, trumpfen psychedelische Jam-Elemente („Magic In The Blues“) auf, kommen die Freuden aber auch zum Erliegen. „Stevie Baby“ ist dem Titel entsprechend eine gepuderte Kuschelrunde ohne zupackendes Songwriting und auch das mit Dylan geschriebene „Worth The Waiting For“ präsentiert sich trotz der tollen Orgelsounds halbgar im Pop/Rock-Einheitsformat.

„The Blackbird Diaries“ gibt sich als Album im Zwischenraum. Neben den starken Arrangements und zeitweise bestechenden Gastsängerinnen findet sich zu viel Mittelmaß, zu viel ideenloses Musizieren auf hohem Niveau und doch packt es einen immer wieder. Für wahren Durchschnitt mundet so manches viel zu gut, zum Ende nochmal bei der Steel-Gitarre und dem tröpfelnden Piano von „Country Wine“.

Anspieltipps:

  • Beast Called Fame
  • Magic In The Blues
  • Worth The Waiting For
  • Country Wine

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