Pitbull - Planet Pit - Cover
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Pitbull Planet Pit


  • Label: J Records/Sony Music
  • Laufzeit: 56 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Trotz des unübersichtlichen Staraufgebotes schaffen Pitbull und seine musikalischen Helfer das Kunststück, jede Menge Hits zu fertigen.

Da wird es einem schwindlig: Pitbull, bürgerlich Armando Christian Perez, versammelte wirklich alles was Rang und Namen in der Songwriter-, Produzenten- und Gastsänger-Szene hat, um sein neues Album aufzunehmen. Reines Namedropping würde wirklich zu weit führen und so beschränken wir uns auf Ne-Yo, Chris Brown, Marc Anthony, Nelly, Akon und David Guetta einschließlich weiterer angesehener Produzenten und Sänger. Pitbull mischte ordentlich bei allen Songs mit und präsentiert nicht nur viele Stars, sondern auch erstaunliche Resultate: Seine HipHop-Stilrichtung ist der so genannte „Miami-Bass“, eine Mischung aus dem 80er Jahre Electro-Funk und eben Rap sowie sehr viel Bass, womit er schon unlängst Jennifer Lopez und Enrique Iglesias zu Comebacks in den Charts verholfen hat.

Sehr tanzbar und basslastig pumpt es aus den Boxen und dazu kommt noch das kubanische Element, man höre „ Shake Senora feat. T-Pain & Sean Paul“, welches südamerikanische Klänge passend zu Pitbulls kubanischen Wurzeln einbringt. Das Ganze wird noch mit R&B-Klängen veredelt und fertig ist der Pitbull-Mix, der zur Zeit unschlagbar scheint. Sehr hitverdächtig klingt z.B. „Rain over me“ mit Latino-Kollege Marc Anthony, welches sehr gekonnt die flehende Stimme Anthonys mit pumpenden Bässen und Pitbulls Rapeinlage verbindet.

„Pause“ wurde als dritte Single ausgewählt, dabei legt Pitbull hier noch mehr Wert auf elektronische Eskapaden und variiert nicht nur das Tempo seines Sprechgesangs. „Give Me Everything feat. Ne-Yo, Afrojack & Nayer“ hat ja schon sämtliche Charts geknackt, ein echter Sommerhit, der von Pitbull und dem sanften und eingängigem Gesang Ne-Yos lebt und der neben „Hey Baby“ mit T-Pain zu den erfolgreichsten Singles des dreißigjährigen Pitbull zählt. Nicht nur sein Entdecker und Förderer Lil Jon wird sich wundern, dass der weiße Rapper ihn mittlerweile in Bezug auf Popularität überholt hat.

Trotz des unübersichtlichen Staraufgebotes schaffen Pitbull und seine musikalischen Helfer das Kunststück, jede Menge Hits zu fertigen, die in der Vielzahl beeindrucken, denn es besteht bei so vielen Songwritern und Gästen die Gefahr, Dutzendware zu schaffen, was hier aber Gott sei Dank nicht zutrifft. Nur die Kollaboration mit Iglesias sowie der merkwürdige Kinder-Reim-Song „Something for the DJs“ fallen qualitativ eher unangenehm auf, alles andere gehört bei jeder Sommerparty in die Jukebox.

Anspieltipps:

  • Give Me Everything
  • Rain Over Me
  • Pause
  • Shake Senora

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