Adolescents - The Fastest Kid Alive - Cover
Große Ansicht

Adolescents The Fastest Kid Alive


  • Label: Concrete Jungle Records
  • Laufzeit: 40 Minuten
Artikel teilen:
4/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Hinter dem Namen Adolescents verbirgt sich eine vor 30 Jahren (1980) gegründete Punkrockband aus Kalifornien, die sich im Laufe der vergangenen drei Jahrzehnte mehrmals auflöste und wiedervereinigte und deshalb nur auf ein knappes halbes Dutzend Studioalben kommt. Das jüngste davon ist „The Fastest Kid Alive“, das ursprünglich im Spätsommer des vergangenen Jahres erscheinen sollte, aber bis jetzt im Giftschrank der Plattenfirma versteckt gehalten wurde.

Mit ihrem sonnigen Melody Punk, der aber durchaus kritische/politische Themen anschneidet, gelten die Kalifornier als Inspirationsquelle für Bands wie Pennywise, Bad Religion und NoFX, die The Adolescents aus künstlerischer wie auch aus kommerzieller Sicht inzwischen weit hinter sich gelassen haben. Dies zeigt auch „The Fastest Kid Alive“ nur allzu deutlich. Die Produktion klingt schwer nach Garage und nicht nach Tonstudio, da sie drucklos und dünn aus den Boxen scheppert.

Das nimmt schon mal viel von der Hörfreude, wobei der geneigte Street-Punk-Kenner damit gewiss leben könnte. Das größere Manko ist vielmehr die fehlende Abwechslung im Songwriting der Adolescents, die ihren Stiefel nach dem immergleichen Schema herunterreißen und damit schlicht und ergreifend langweilen. Künstlerische Raffinessen oder Überraschungen sucht der Hörer vergebens. Für eine Band, die nur alle naselang ein neues Album aufnimmt, wäre aber genau dies wichtig, um so etwas wie eine Bindung zum Hörer aufzubauen. So kann sich dieser nur wundern, woher The Adolescents den Antrieb und die Motivation für den lauen Aufguss ihrer wilden Anfangstage in den 80er Jahren hergenommen haben.

Anspieltipps:

  • Serf city
  • Operation FTW
  • Too fast, too loud
  • Can’t change the world with a song

Neue Kritiken im Genre „Punkrock“
6/10

Trouble Maker
  • 2017    
Diskutiere über „Adolescents“
comments powered by Disqus