August Burns Red - Leveler - Cover
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August Burns Red Leveler


  • Label: Hassle Records
  • Laufzeit: 48 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Nein, mit einem 24. Platz in den Billboard Charts darf man sich noch lange nicht zum alten Eisen zählen. Schon gar nicht als Metalcoreband! Die erste Duftmarke im Genre haben Jake Luhrs (Gesang), JB Brubaker (Gitarre), Brent Rambler (Gitarre), Dustin Davidson (Bass) und Matt Greiner (Schlagzeug) mit dem Debüt „Thrill Seeker“ (11/2005) zwar erst recht spät gesetzt, nichtsdestotrotz spielen die Herrschaften nach ihrem letzten Album „Constellations“ (08/2009), was die Charts betrifft, bereits in der gleichen Liga wie As I Lay Dying oder Killswitch Engage, die schon doppelt so lange im Geschäft sind. Das Erfolgsrezept hinter den August Burns Red-Kompositionen, nämlich einer mal mehr, mal weniger gelungenen Mixtur dieser beiden Truppen nachzueifern, hat sich demnach bezahlt gemacht.

Um den Fans eine amtliche Vollbedienung vor den Latz knallen zu können, ist dieses mal wieder Produzent und Gitarrist Jason Suecof (Trivium, The Black Dahlia Murder, Chimaira, Devildriver) engagiert worden, der „Leveler“, dem mittlerweile vierten Longplayer der Band aus Manheim, Pennsylvania, eine durchschlagende Präsentation auf den Leib gezimmert hat. Darüber hinaus gibt es für richtige Fans das ganze Album als Deluxe Edition im Survival Kit-Stil, das in einer blechernen Kiste untergebracht ist und, wenn man mal eine Nacht unter freiem Himmel genießen will, mit allerlei nützlichen Dingen wie einem Kompass mit Taschenlampe oder einem Multifunktionswerkzeug gefüllt ist. Fehlt eigentlich nur noch eine Signalpistole.

Musikalisch geben sich August Burns Red allerdings weniger einfallsreich. „Empire“ darf als Opener zwar noch einen gefühlsduseligen „Woohooo“-Part aufbieten und sämtlichen Anhänger damit kräftig ans Schienbein treten, während „Internal cannon“ und „Carpe diem“ die staubtrockenen Wüstengefilde von Calexico bereisen und die wohl größten Aha-Momente generieren, doch anschließend geht es wieder im gewohnten Scream/Breakdown/Laut/Leise/Shout/Growl-Schema weiter, das das Genre perfekt auf den Punkt bringt, eigene Ideen aber völlig außen vor lässt. Da können die vier Herrschaften noch so sehr an ihren Instrumenten herumschrubben und Luhrs dazu sein Mikrophon anschreien, abwechslungsreiches Songwriting klingt definitiv anders. „Pangea“ und „40 nights“ bilden als in Wut und Aggression getränkte Tornados die einsamen Ausnahmen, der Rest bewegt sich zwischen vorhersehbar („Divisions“, „Poor millionaire“) und einschläfernd („Cutting the ties“, „Leveler“) und lässt einmal mehr die Frage aufkommen: Wer kauft diese durchschnittliche As I Lay Dying bzw. Killswitch Engage-Kopie eigentlich?

Anspieltipps:

  • Pangea
  • 40 Nights
  • Carpe Diem
  • Internal Cannon

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