Degradead - A World Destroyer - Cover
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Degradead A World Destroyer


  • Label: Metalville/Rough Trade
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Viel hat sich bei Degradead nicht getan.

Abgesehen von einem 48. Platz in den schwedischen Charts für das letzte Album „Out Of Body Experience“ (10/2009) haben Degradead am meisten mit den Lobpreisungen von Ex-In Flames-Gitarrist Jesper Strömblad auf sich aufmerksam gemacht, der die Truppe unter anderem als „die Zukunft des Metal“ titulierte. Dass derartige Einschätzungen immer mit Vorsicht zu genießen sind, zeigen die verhaltenen Pressekritiken zum Debüt „Til Death Do Us Apart“ (01/2008) und zum bereits oben genannten Nachfolger.

Mit „A World Destroyer“ wird es sich aller Voraussicht nach ähnlich verhalten, denn viel hat sich bei Mikael Sehlin (Gesang), Anders Nyström (Gitarre), David Szücs (Gitarre), Michael Bärzen (Bass) und Kenneth Helgesson (Schlagzeug) nicht getan. Die Schweden holzen noch immer gepflegt nach vorne, rühren dabei eine Mischung aus In Flames, Dark Tranquillity, Dimension Zero und Soilwork an und sorgen mit einer knalligen Produktion von Jonas Kjellgren (Ex-Carnal Forge, Produzent für Scar Symmetry oder Sonic Syndicate) für ordentlich Druck.

Schwedenriffs gibt es demzufolge in Hülle und Fülle, der Wechsel zwischen Klargesang, Growls und gepressten Screams ist flüssig und niemals störend und überhaupt ist „A World Destroyer“ in allen Belangen ein Melodic Death Metal-Werk erster Güte. Blöd ist eigentlich nur, dass hier lediglich an der Oberfläche geknabbert und ein Best Of der Schwedentodszene zelebriert wird („No one prevail“ ist z.B. eine astreine Dark Tranquillity-Kopie) anstatt eigenständig Hymnen für die Ewigkeit zu schreiben. Hoffen wir nur, dass sich Strömblad geirrt hat und konsequenter Stillstand nicht die Zukunft des Metal ist.

Anspieltipps:

  • No One Prevail
  • Taste Of Destiny
  • Part Of The System
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