The Dead Lay Waiting - Almost Heaven - Cover
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The Dead Lay Waiting Almost Heaven


  • Label: Rising Records
  • Laufzeit: 59 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach dem ersten Durchgang von „Almost Heaven“ ist vor allem eins klar: Power Metal-Einschübe, wie es sie noch im Song „We stand as one“ auf dem Vorgänger „We Rise“ (10/2009) gab, sind Geschichte. Tja, schade drum! Das (zumindest den Frisuren und dem Outfit nach) englische Tokio Hotel namens The Dead Lay Waiting kommt aber auch ohne diese knallige Stileinbindung erstaunlich gut zurecht und liefert eine heftig zupackende, festhalten(!!), Metalcore-Scheibe ab, die sich gewaschen hat!

Marketingtechnisch war die Fixierung auf diese spezielle, vom Aussterben bedrohte Gattung sicherlich für den Allerwehrtesten, solange etwas Hörbares dabei herauskommt, was Laune macht, wird es den aufgeschlossenen Hörern dieser Welt aber wahrscheinlich herzlich egal sein, ob „Almost Heaven“ jetzt Deathcore, Metalcore oder Whatevercore ist. Fakt ist: Das zweite Brecheisen von The Dead Lay Waiting gibt ohne Umschweife nach zwei Intros (Nein, Sie haben sich nicht verlesen) Vollgas und legt schelmisch grinsend die Daumenschrauben an.

Die Produktion kann sich zwar noch immer weitestgehend hinter ähnlichen Independentveröffentlichungen verstecken, da die fünf Bubis aber einen ganzen Haufen mehr Ideen auf Lager haben wie es noch bei „We Rise“ der Fall war, fällt dieser Makel nicht weiter ins Gewicht. Inmitten des orkanartigen Klanggebildes von „Almost Heaven“ bekommt man sowieso nicht genug Zeit um sich über die missglückten Tiefen zu beschweren, denn wenn einem wie in „Take me away“ ein Breakdown nach dem nächsten um die Ohren fliegt, „Burnt to ashes“ bei Bullet For My Valentine klingelt um einen Schwanzvergleich zu starten oder „Pray to me“ einen saftigen Deathcore-Ausflug beschwört, ist man vorrangig damit beschäftigt seinen Körper davon abzuhalten nicht das Mobiliar in seine Einzelteile zu zerlegen.

Keine Frage, eine Offenbarung ist „Almost Heaven“ nicht, aber zu „We Rise“ ein willkommener Quantensprung in Sachen Songwriting, Ideen und Durchschlagskraft. Mit dem episch gemeinten, neun Minuten langen Titeltrack haben es die Jungs außerdem etwas zu gut gemeint und die Schlagzeugarbeit könnte generell ruhig etwas variabler ausfallen, aber da die Jungs noch am Anfang ihrer Karriere stehen, sind das Kinderkrankheiten, die es nach und nach zu beseitigen gilt. Fazit: Daumen hoch für diesen anständigen Zweitling!

Anspieltipps:

  • Pray To Me
  • Take Me Away
  • Burnt To Ashes
  • This Day Will Be Your Last

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