Selena Gomez - When The Sun Goes Down - Cover
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Selena Gomez When The Sun Goes Down


  • Label: Hollywood Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit „Hit the lights“ und „Whiplash“ finden sich gleich zwei Songs auf dem Album wieder, die auch in der Tracklist von Metallicas Debütalbum „Kill ’Em All“ (07/1983) stehen.

Selena Gomez ist noch so jung (18), gehört aber im Augenblick zu den am meisten gehassten Menschen auf der Welt. Das kommt davon, wenn man mit einem Teeniestar wie Justin Bieber (17) anbandelt. Die weiblichen Fans des Biebers verzeihen so was nämlich nicht und pöbeln in Internetforen kräftig gegen seine hübsche Freundin.

Davon scheinbar völlig unbeirrt wirft die 18-Jährige mit „When The Sun Goes Down“ ihr drittes Album in drei Jahren auf den Markt und setzt darauf den „A Year Without Rain“ (10/2010) eingeschlagenen Dance-Pop-Weg fort. Das Klangbild ist im Vergleich sogar noch einen Tick elektronischer geworden, so dass Gomez ihre (Alibi-)Band The Scene noch weniger braucht als auf dem vorherigen Album.

Von Vorteil ist das freilich nicht. Denn was schon auf dem Vorgänger künstlich und steril klang und kompositorisch keine Bäume ausreißen konnte, ist auf „When The Sun Goes Down“ keinen Deut besser geworden. Dabei hat sich die 18-Jährige durchaus um Vielfalt bemüht, indem ihr Label u.a. Songs von Pixie Lott („We own the night“), Katy Perry („That’s more like it“) und Britney Spears („Whiplash“) – die zumindest als Co-Autorinnen aufgeführt werden – eingekauft hat.

Der Erfolg tendiert allerdings gegen null. Was dem Hörer heuer in die Ohren gepustet wird, unterbietet den Vorgänger in Sachen emotionaler Bindung von Künstlerin und Hörer noch einmal um Längen. Selena Gomez darf ein Dutzend Songs singen, von denen sich die überwiegende Anzahl anhört, als wäre sie bei anderen wie den oben genannten Sangeskolleginnen ausgemustert worden. Zweitklassiges Material vom Grabbeltisch im Sommerschlussverkauf. Ganz großes Gruselkino, zu dem einen nicht viel einfällt.

Halt! Vielleicht noch eine lustige Randnotiz: Heavy-Metal-Fans sollten Obacht geben. Denn mit „Hit the lights“ und „Whiplash“ finden sich gleich zwei Songs auf dem Album wieder, die auch in der Tracklist von Metallicas Debütalbum „Kill ’Em All“ (07/1983) stehen. Hierbei handelt es sich natürlich nicht um Coverversionen der Bay-Area-Thrasher (puh!), aber um die unterirdische Vorstellung noch zu toppen, wäre das die Krönung gewesen.

Anspieltipps:

  • Whiplash
  • My dilemma
  • Middle of nowhere
  • We own the night

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