Ozzy Osbourne - Diary Of A Madman (30th Anniversary Edition) - Cover
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Ozzy Osbourne Diary Of A Madman (30th Anniversary Edition)


  • Label: Epic/Sony Music
  • Laufzeit: 106 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Ohne die Hilfe von Sharon Arden (58), der Tochter des Ex-Black-Sabbath-Managers Don Arden, hätte es die erfolgreiche Solokarriere des im Jahr 1979 wegen anhaltender Drogeneskapaden bei Black Sabbath geschassten Sängers Ozzy „The Prince of Darkness“ Osbourne (62) vielleicht nie gegeben. Denn nach seinem bitteren Rauswurf bei der britischen Hardrock- und Heavy-Metal-Legende war Osbourne drauf und dran sich endgültig mit Alkohol und Drogen zu zerstören. Sharon Arden überredete Ozzy jedoch zu einer Solokarriere, stellte mit ihm eine Band mit Top-Musikern (u.a. mit Bassist Bob Daisley von Rainbow, Drummer Lee Kerslake von Uriah Heep und Keyboarder Don Airey) zusammen, übernahm das Management und wurde 1982 seine Ehefrau.

In Ozzys Band begeisterte vor allem der junge Gitarrist Randy Rhoads (Ex-Quiet Riot) mit seinem virtuosen Spiel. Er prägte den Ozzy-Osbourne-Sound bis zu seinem tragischen Tod durch einen Flugzeugabsturz im März 1982. Rhoads war auf den Erstlingsalben „Blizzard Of Ozz“ (09/1980) und „Diary Of A Madman“(11/1981) zu hören, die zum 30-jährigen Jubiläum (in den USA erschienen beide Alben im Jahr 1981!) als luxuriöse und limitierte Two-In-One-Sammler-Box neu aufgelegt wurden. Für den schmaleren Geldbeutel sind beide Werke aber auch einzeln erhältlich, wobei das von Max Norman (Death Angel, Megadeth, Savatage, Armored Saint) produzierte „Blizzard Of Ozz“ lediglich um zwei Bonus Tracks und ein kurzes Gitarrensolo von Randy Rhoads ergänzt wurde, während „Diary Of A Madman“ ein komplettes Live-Album als Bonus spendiert bekam.

Nachdem die beiden Alben bereits 2002 ein Digital Remaster erfahren haben, wurde für den Jubiläums-Re-Release erneut Hand angelegt und die Originalbänder unter der Aufsicht von Sharon Osbourne restauriert und neu überspielt. Der „neue“ Sound klingt druckvoller, aber auch etwas glatt poliert, was durchaus den heutigen Hörgewohnheiten entspricht. „Blizzard Of Ozz“ hat im Original neun Songs, von denen „Crazy train“, „Goodbye to romance“, „Mr. Crowley” und „Suicide solution“ (Textauszug: „Wine is fine but whiskey´s quicker. Suicide is slow with liquor. Take a bottle, drain your sorrows then it flows away tomorrow. Now you live inside a bottle. The reaper´s travelling at full throttle. It´s catching you but you don´t see the reaper is you and the reaper is me”) zu Allzeit-Klassikern im Live-Programm von Mr. Osbourne wurden, während schwächere Titel wie etwa „Revelations (mother earth)” immer noch durch das starke Gitarrenspiel Randy Rhoads’ glänzen können.

Das 14 Monate nach dem Debüt erschienene „Diary Of A Madman“ (wiederum von Max Norman produziert) liegt zum Jubiläum als Doppelalbum vor. Das Originalalbum wurde digital aufgepeppt, aber nicht um Bonus Tracks ergänzt. Dafür wurde dem Album eine zweite CD mit unveröffentlichtem Live-Material angehängt, auf dem Ozzys Tourband mit Drummer Tommy Aldridge (Whitesnake, Thin Lizzy) und Bassist Rudy Sarzo (Quiet Riot, Dio, Whitesnake) zu hören ist. „Diary Of A Madman“ ist vom Klang moderner und mehr dem Zeitgeist angepasst als das Debüt, krankt aber ein wenig unter der schnellen Entstehungsweise und hat auch nicht diese Fülle an Hits wie „Blizzard Of Ozz“ zu bieten. Durch das wiederum wegweisende Gitarrenspiel Randy Rhoads’ (hier muss besonders „S.A.T.O.“ hervorgehoben werden) können diese Kritikpunkte aber weitgehend entkräftet werden. Schließlich sind „Blizzard Of Ozz“ und „Diary Of A Madman“ mit zehn Millionen verkauften Einheiten nicht ohne Grund die besten Einstiegsdrogen, wenn man sich mit den Oeuvre des Fürsten der Dunkelheit befassen möchte.

Anspieltipps „Diary Of A Madman“:

  • S.A.T.O.
  • Little dolls
  • Flying high again
  • Diary of a madman

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