Draconian - A Rose For The Apocalypse - Cover
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Draconian A Rose For The Apocalypse


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 64 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Kombination aus männlichen Growls und weiblichem hellen Klargesang gibt es im Metal, speziell im Sub-Genre des Gothic Metals, wie Sand am Meer. Meistens geht es den Bands dabei um Kontrastsetzung. Einen anderen Schwerpunkt setzen die bereits seit 1994 aktiven Draconian aus Schweden. Auf ihrem vierten Output „A Rose For The Apocalype“, dem Nachfolger des „Turning Season Within“-Albums von 2008, ergänzen sich die Stimmen von Anders Jacobsson (Growls) und Lisa Johansson (Clean Vocals) ideal. Dabei ist es von Vorteil, dass die Sängerin sich nicht auf einen Gesangsstil festlegt sondern eine Elfenstimme wie auch die einer Rockröhre in ihrem Repertoire hat.

Als reine Gothic-Metal-Band gestartet, steigerte man den Doom-Gehalt in der Musik und erlangte 2003 nach vier Demo-CDs den langersehnten Plattenvertrag bei Napalm Records. „Arcane Rain Fell“ (2005) wurde dann zu einem reinen Death/Doom-Metal-Album. Danach ging es wieder zurück zum reinen Doom bis 2008 der Gothic-Einfluss wieder so prägnant wurde, dass man sich auf Gothic Doom Metal als Genre festlegte, welcher auch 2011 beibehalten wird.

Auf „A Rose For The Apocalype“ setzen sie zwar den Weg von „Turning season within“ fort, allerdings werden durch dunkle, sphärische Keyboards und zeitweise weit runtergestimmten Gitarren die Bedrohung des titelgebenden Weltuntergangs akustisch spürbar. Draconian muss man kompositorisch bescheinigen, dass sie es verstehen melancholische Songs zu schreiben, die bei aller Schwere den Hörer nicht in Depressionen stürzen. Auch die Melodien, die bei aller Düsternis immer noch einen Silberstreif am Horizont lassen, sind eingängig, abgesehen von „The death of hours“, welches teilweise recht progressiv zu Werke geht. Diesem Song hört man am ehesten an, wer als Produzent hinter dem Album steckt: Jens Bogren, der auch schon mit Katatonia, Opeth und Paradise Lost arbeitete.

Ein Kritikpunkt ist allerdings die Tatsache, dass manche Songs wie „The last hour of ancient light“ immer am Kitsch und Pathos vorbeischrammen, für manch einen Hörer sicher darin baden. Beim hervorragenden „Deadlight“ stimmt allerdings die Mischung. Sowohl der Akustikteil zu Beginn wie auch die Gesangsleistungen sind stimmig und der dramaturgische Aufbau des Stückes zeigen die Qualitäten sehr deutlich. In den Instrumental-Passagen verdeutlichen zudem die weiteren Musiker des Sextetts was sie drauf haben. Alles in allem eine sehr homogene Leistung.

Auch wenn die ersten beiden Songs „The drowning age” und „The last hour ancient sunlight” zu gefallen wissen, auffällig ist hier das beide Tracks sich in der Melodie ähneln, aber das wäre schon Meckern auf hohem Niveau. Ansonsten sind die Songs allesamt ausgereift und stehen für sich. Gepaart mit der wuchtigen Produktion ist „A Rose For The Apocalype ” ein neues Lebenszeichen von Draconian, welches nicht nur bei den alten Fans gut ankommen wird und im Wust der Neuerscheinungen des Genres heraussticht.

Anspieltipps:

  • The last hour ancient sunlight
  • Deadlight
  • The quiet storm
  • Wall of sighs

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