Fiddler´s Green - Wall Of Folk - Cover
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Fiddler´s Green Wall Of Folk


  • Label: Deaf Shepherd/INDIGO
  • Laufzeit: 66 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

21 Jahre Bandgeschichte und nun das 12. Studioalbum. Eins muss man den fränkischen Folk-Rockern von Fiddler's Green lassen: sie zeigen Konsequenz, Beständigkeit und verschwinden so schnell nicht von der Bildfläche. Dabei liefern sie seit Jahrzehnten gleichbleibend zufriedenstellendes Niveau ab. Auch „Wall Of Folk“, der Nachfolger von „Sports Day At Killaloe“ (01/2009), stellt dabei keinen Unterschied dar. Über zwei Jahre mussten die Fans nun auf ein neues Werk der Künstler warten, doch nun sollen sie 21 Songs lang ganz auf ihre Kosten kommen.

Doch was erwartet man eigentlich von einem Silberling von Fiddler's Green? Irisches Gefiddel, eine Prise Punk, rockige Gitarrenriffs, Albis unverwechselbare Stimme, humorvolle Geschichten – kurz gesagt Musik, die es beherrscht Stimmung zu machen und gute Laune zu verbreiten. Musik, die einen gewissen Ohrwurmcharakter hat – in Form von eigenen Songs und neuinterpretierten Traditionals.

Somit wären die Grundlinien definiert. „Wall Of Folk“ trifft genau diese Ansprüche perfekt ins Schwarze. Partylaune wird hier großgeschrieben. Songs wie „Wall of Folk“, „Country of Plenty“ und „Walking High“ laden zum Hüpfen und Tanzen ein. „Greens and Fellows“ und „Lost to the Moon“ verleiten zum Schunkeln. „Irish Rover“, „P stands for Paddy“ und „I'll Tell Me Ma“ sind perfekte Beispiele dafür, was die Franken aus einem Traditional holen können.

Alle Anforderungen eines zufriedenstellenden Fiddler's-Green-Albums sind somit erfüllt. Ohrwürmer, Schunkelnummern, die geballte Ladung Party – hier kommt jeder auf seine Kosten. Das Rad haben sie damit allerdings nicht neu erfunden, Überraschungen und Wow-Momente bleiben aus. Doch das muss ja nicht unbedingt schlecht sein, schließlich hält das Album weiterhin das musikalische Niveau der Band und sorgt gleichzeitig für die ideale Einfügung in die Gesamtdiskographie der Künstler. In diesem Sinne: „Shut up and dance!“, denn dazu verleitet der Silberling eindeutig!

Anspieltipps:

  • Wall of Folk
  • Greens and Fellows
  • Tamlin
  • Little Monsters

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