3 Doors Down - Time Of My Life - Cover
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3 Doors Down Time Of My Life


  • Label: Republic/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 41 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Band sollte ernsthaft gefragt werden, wem sie die 12 ollen Kamellen auf dem vorliegenden Album eigentlich anbieten will.

3 Doors Down – ja, die Band gibt es auch noch, obwohl ihr angestammtes Nu-Rock-Segment eigentlich schon längst zu Grabe getragen wurde. Das letzte Album der Band aus Escatawpa, Mississippi erschien vor drei Jahren („3 Doors Down“, 05/2008), was seit „Away From The Sun“ (11/2002) dem normalen Veröffentlichungsrhythmus des Quintetts entspricht. Die Erfolge der frühen Jahre haben dabei immer mehr nachgelassen und 3 Doors Down quasi von Album zu Album einen stetigen Qualitätsverlust bei sinkenden Verkaufszahlen eingebracht. Mit „Time Of My Life“, ihrem fünften Studioalbum, wollen es die Jungs um Sänger Brad Arnold jetzt aber noch einmal wissen.

Seit 16 Jahren existiert die Band inzwischen schon und es wäre schön, wenn sie ihre Hörer mit „Time Of My Life“ noch einmal so richtig überraschen könnten. Stattdessen ist es so, als wäre die Zeit stehen geblieben und 3 Doors Down damit beschäftigt eigene Hooklines neu aufzuwärmen („Heaven“, „What’s left“) oder hier und da von Genrekollegen abzukupfern („Back to me“, „My way“). Beides stellt gewiss kein Ruhmesblatt dar. Und so kommt es, dass das Songmaterial auf „Time Of My Life“ so vertraut klingt, dass man meinen könnte, es mit einem der vorherigen Alben aus der Schmiede von 3 Doors Down zu tun zu haben.

Das ist fatal. Denn obwohl die Band phasenweise zeigt, dass sie nach wie vor ein Händchen für eingängigen Mainstream-Rock hat, sind diese wenigen positiven Aspekte nur noch Notnägel, mit denen das Konstrukt eines vollständigen Longplayers notdürftig zusammengehalten wird. Da kann auch die fette Produktion des Genregurus Howard Benson (u.a. Daughtry, Theory Of A Deadman, Hoobastank, Papa Roach) nicht viel kaschieren. Denn die klangtechnische Vollrahmstufe gehört zum Nu-Rock einfach dazu. Auch dass auf „Time Of My Life“ handwerklich alles im Grünen Bereich ist, muss keine gesonderte Erwähnung finden. Dass darf der Hörer von einem Mainstream-Act wohl erwarten.

So wird die Suche nach dem Grund eines Erwerbs von „Time Of My Life“ zur Nadel im Heuhaufen und man muss die Band schon ernsthaft fragen dürfen, wem sie die 12 ollen Kamellen auf dem vorliegenden Album eigentlich anbieten will?

Anspieltipps:

  • Heaven
  • What’s left
  • Back to me

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