Lil Wayne - Tha Carter IV - Cover
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Lil Wayne Tha Carter IV


  • Label: Cash Money/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 60 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Über die Spielzeit von einer Stunde tut sich Lil Wayne nicht leicht, den Hörer nachhaltig zu erreichen.

Die einjährige Haftstrafe, die Lil Wayne (29) nicht nur kreativ außer Gefecht setzte, ist für den Rapper endgültig vorbei und damit auch die Zeit, die Fans des kleinwüchsigen Megasellers mit mehr oder weniger als Lückenfüller zu bezeichnenden Alben wie „Rebirth“ (01/2010) und „I Am Not A Human Being“ (10/2010) zu vertrösten. „Tha Carter IV“ ist das, worauf die HipHop- und Rap-Gemeinde gewartet hat und dabei wie gewohnt die eine oder andere Verschiebung in Kauf nehmen musste.

„Tha Carter IV“ ist das neunte offizielle Studioalbum des vierfachen Vaters, mit dem der 29-Jährige den Thron im Rap-Biz zurückerobern will, den Lil Wayne spätestens mit „Tha Carter III“ eroberte, das sich allein in der Veröffentlichungswoche mehr als eine Million Mal verkaufte. Eine hohe Bürde, die erwartungsgemäß nur ganz schwer zu nehmen sein wird.

Die Songs bewegen sich fast ausschließlich im Midtempobereich und werfen nicht mit den Lil-Wayne-typischen, irre gerappten Wort- und Satzkonstruktionen um sich. Der Rapper gibt sich auf „Tha Carter IV“ als geläuterter Mensch, der in seinen Tracks Geschichten – gerne auch autobiographischer Natur – erzählt („How to hate“, „John“, „President Carter“). Diese neuartige Mitteilsamkeit geht allerdings ein wenig zulasten der musikalischen Vielfältigkeit. So variiert das allgemeine Klangbild nur selten und bewegt sich zwischen extra-tiefen Bässen, dezenten Synthesizern, Streichern aus der Konserve und den Gast-Vocals von (u.a.) T-Pain, Rick Ross, Drake, John Legend, Jadakiss, Nas und Busta Rhymes.

Über die Spielzeit von einer Stunde tut sich Lil Wayne damit natürlich nicht leicht, den Hörer nachhaltig zu erreichen. Es fällt sogar schwer einzelne Tracks herauszuheben, so sehr übt sich der Rapper heuer in Monotonie. Wirklich schlecht ist „Tha Carter IV“ deshalb nicht, aber hätte Lil Wayne etwas mehr Atmosphäre im Stil eines Kid Cudi in seine Songs gesteckt, hätte „Tha Carter IV“ deutlich mehr Relevanz erfahren.

Anspieltipps:

  • She will
  • Megaman
  • How to love
  • Blunt blowin
  • President Carter
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