The Pigeon Detectives - Up, Guards And At Em! - Cover
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The Pigeon Detectives Up, Guards And At Em!


  • Label: Kartel/SOULFOOD
  • Laufzeit: 37 Minuten
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Verlässlich musikalisch einzuordnen sind The Pigeon Detectives auf der Wellenlänge von Dirty Pretty Things oder auch Kaiser Chiefs.

Aus West Yorkshire, England kommen die zumindest in der Heimat schon vielfach gekrönten The Pigeon Detectives. Verlässlich musikalisch einzuordnen sind sie auf der Wellenlänge von Dirty Pretty Things oder auch Kaiser Chiefs, für die sie nicht unwesentliche Supportshows spielten. Die bisherigen Alben „Wait For Me“ (2007) und „Emergency“ (2008) tummelten sich in den Top Fünf der britischen Charts, die Singles taten es ihnen nach und vor knapp drei Jahren kam es zum großen Showdown bei einem Headliner-Konzert vor 14.000 Fans im Londoner Alexandra Palace. Aus Sicht der Band markierte dieses Erlebnis das Ende eines Kapitels der Pigeon Detectives.

Lange ließ man sich für den Nachfolger „Up, Guards And At Em“ Zeit, schrieb insgesamt vierzig Songs, von denen ein Viertel auf dem Longplayer landete. Produzent Justin Gerrish, zuletzt für Vampire Weekends „Contra“ verantwortlich, brachte die Songs in Stellung und trotzdem fragt man sich, wie all das Feintuning und die lange Wartezeit ein halbgares Drittwerk zu Tage befördert.

Schon bei den ersten beiden Stücken, „She Wants Me“ und „Lost“ manifestiert sich unweigerlich der Eindruck, die letzten fünf bis sechs Jahre von Indie-Pop auf wenige Minuten komprimiert zu erleben. Nur eben nicht wirklich sprudelnd. „She Wants Me“ ist der typische Opener, mit elektronischen Beats angereicherter Indie-Pop und die verdächtig nach Sommerhit klingende Hymne schlechthin. Oberflächlich gesehen schicker Pop mit der charmanten Note von Eingängigkeit. Nur der Blick unter die Haube lässt trübe Zahnlosigkeit und berechnete Musiktheorie zum Ärgernis werden.

Wie wohl die dreißig anderen Tracks geklungen hätten, wäre sie in der Entstehungsphase nicht dem Messer zum Opfer gefallen, möchte man sich da nicht mehr ausmalen. Pünktlich zum dritten Song „What Can I Say?“ wird es gemütlich, ehe die E-Gitarre aus der Träumerei ausbricht und das Riff endlich den Hintern in der Hose hat, welcher auf „Up, Guards And At Em“ so oft im Niemandsland verschwindet. Das ist doch schon mal ein Anfang und erfrischend kernig. Gut, das sind Ausnahmen, die allerdings den dritten Longplayer der Pigeon Detectives bitter notwendig im Fahrwasser halten und gerade im Mittelteil einiges wieder gutmachen.

Anspieltipps:

  • What Can I Say?
  • Need To Know This
  • Done In Secret
  • Through The Door

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