Stream Of Passion - Darker Days - Cover
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Stream Of Passion Darker Days


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 54 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Im Gesamtkontext des Albums eröffnet sich eine eher durchschnittliche musikalische Mischung.

Mit „Darker Days“ schickt das holländische Sextett rund um ihre mexikanische Frontfrau Marcela Bovio ihren dritten Silberling ins diesjährige Veröffentlichungsjahr. Nach „Embrace The Storm“(2005) und „The Flame Within“(2009) sowie einem langen Tourjahr durch Europa und Kanada können sich Fans nun also auf neues Material freuen, in dem Sängerin Marcela in Genretypisch melancholischem Ton die titelgebenden dunklen Tage verarbeitet. Sie bezieht sich dabei textlich nicht nur auf den allgemeinen Zustand der Welt, sondern verarbeitet auch ihre Erfahrung aus dem sonnigen Mexiko in europäische Gefilde gezogen zu sein. Starke mexikanische Einflüsse sind es, die sie dabei inspiriert haben und gleichzeitig die Verbindung zu ihren Wurzeln gefestigt haben sollen.

Das Album beginnt zunächst mit starken Riffs und eindrucksvollem, symphonischen Gesamtbild in den sich schließlich Marcelas zarte Stimme integriert. Wer nun im Zuge des Genres Gothic Metal eine große Opernstimme erwartet hat, hat sich leider in der Band geirrt. Die Stimme der Mexikanerin beweist sich als klassischer, sanfter Sopran, der zwar erstaunliche Klanghöhen erreichen kann, aber im Gesamtklang bei starker Instrumentierung beinahe ein wenig zu sehr verschwindet. In musikalisch ruhigen Momenten weiß sie durchaus mit einzigartiger, engelsgleicher Klangfarbe zu überzeugen, doch in den kraftvolleren Stücken erweisen sich ihre Stimme in Kombination mit vorliegender Abmischung als eher schwierig.

Natürlich darf man die Herren an den Instrumenten nicht unter den Tisch fallen lassen. Martijn Peters (Schlagzeug), Johan van Stratum (Bass), Eric Hazebroek (Rhythmusgitarre), Stephan Schultz (Leadgitarre) und Jeffrey Revet (Keyboard) beherrschen ihr Handwerk und beweisen sich vor allem in den eindrucksvollen Instrumentalparts immer wieder aufs Neue. Die so entstehende Klangtiefe verleitet mal zum Träumen, mal zum Tanzen und mal zu ausgelassener Partylaune – die ideale Mischung, die man sich nur wünschen kann.

Leider eröffnet sich im Gesamtkontext des Albums eine eher durchschnittliche musikalische Mischung, die trotz guter Ansätze nur wenige Höhepunkte präsentieren kann. Der Silberling lebt vor allem von starken Balladen wie „The Scarlet Mark“, „Spark“ oder „The World Is Ours sowie ausladenden Instrumentallinien. Schade eigentlich, denn man vermisst ein wenig Abwechslung und den gewissen Funken, der die vorliegende CD aus der Masse der Gothic-Metal-Veröffentlichungen des Jahres hervorhebt.

Anspieltipps:

  • Scarlet Mark
  • Spark
  • The World Is Ours

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