Wolves Like Us - Late Love - Cover
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Wolves Like Us Late Love


  • Label: Prosthetic Records
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Wolves Like Us wollen zeigen, wie sehr sie Metal- und Hardcore-Musik lieben.

Alte Namen, neue Band. Wolves Like Us ist die neue Metal-Hoffnung aus Norwegen, die ehemalige Mitglieder der Bands Amulet oder Infidels Forever vereint und eine der Bands sein soll, die den Staub alter Nummern und im Bestfall auch gleich den Zuckerguss der sommerlichen Popnummern aus den heimischen Boxen jagen soll. Und ein Fakt sei im Vornherein festgestellt: Der Staub aus den Boxen dürfte sich von selbst entfernen.

Schon mit den ersten Sekunden von „Bruning Like A Paper Rose“ setzen die Männer Akzente mit lauten Tönen, viel Shouting, das aber nie ausartet und richtig guten Melodien, die nicht nur Hardcore-Fans ins Blut gehen dürften. Wer glaubt, dass der Opener nicht mehr übertroffen werden kann, erlebt mit der knackig kurzen Single „Deathless“ ein Feuerwerk an heftigen Riffs, vollen Bässen und einprägsamer Melodie. Krach mögen Nicht-Anhänger des Genres sagen, aber dafür ist es auch richtig guter. Wo sind also die Schwächen dieser Offenbarung auszumachen. Oder sind die Jungs einfach wirklich so gut?

Tatsächlich kann man das Debüt nicht an den einzelnen Tracks kritisieren. Ob das dem Opener ähnliche „Secret Handshakes“, das kurze „Old Dirty Paranoia“ oder der epische, beinahe überlange Schlusstrack „To Thore With Foreign Gods“: Sie alle machen für sich genommen eine Menge Freude und rocken die Anlage von der ersten bis zur letzten Sekunde. Die Schwäche, wenn man es denn so nennen will, ist viel eher das Gesamtpaket. Mehrere Songs ähneln sich einfach zu sehr vom Aufbau und so kann man jeweils zwei bis drei Titel miteinander verwechseln. Wer mit diesem teilweise sehr gleichbleibenden Klangbild leben kann, der findet in den Details besonders als Fan von eingängigen Melodien fast schon Radio taugliches Material im Refrain von „My Enemy“.

Wolves Like Us wollen keine Genrereferenz sein, so wie ihr Album klingt. Viel eher wollen sie zeigen, wie sehr sie Metal- und Hardcore-Musik lieben und huldigen ihren Musikgöttern. Was dabei raus kommt ist phasenweise monoton im Zusammenhang, funktioniert für sich genommen jedoch hervorragend. Wem also immer wieder nach einer guten Nummer ist, der hat hier zehn weitere Schätze für seine Sammlung. Wie schwer für einen wiegt, dass die nicht mal 40 Minuten am Stück anstrengend werden können, muss jeder selbst entscheiden und darf im Geiste gerne einen Punkt draufsetzen oder abziehen.

Anspieltipps:

  • Burns Like A Paper Rose
  • My Enemy
  • Deathless

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