Joshua - Choices - Cover
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Joshua Choices


  • Label: Arctic Rodeo Recordings
  • Laufzeit: 31 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Das amerikanische Quartett von Joshua setzt mit „Choices“ zu einem vielerorts lang ersehnten Comeback an, denn nicht zuletzt die New Yorker waren es, welche die Post-/Emo-Punk und College Rock-Szene der Neunziger doch nachhaltig prägte. Über 5000 mal wurde die Debüt-EP nahezu ohne Marketing verkauft und auch das Debütalbum machte in der heranwachsenden Szene einiges her. Headliner-Tourneen unter anderem in Europa und Japan sowie als Support für die legendäre Tour von The Get Up Kids und At The Drive-In harmonierten bis auf's äußerste mit einer gelungenen fünfjährigen Laufbahn, um zuletzt doch von Besetzungswechseln zernagt zu werden. Wie dem auch sei: Dan Coutant (Gesang, Gitarre) gab den Anstoß zu einer Reunion und die kann sich in Form von „Choices“ hören lassen.

Kommerzielles Kalkül kann man Joshua immerhin nicht vorwerfen, ist doch ihr bodenständiger Indie-Rock mit dem gewissen Anteil von tränenreichen Gefühlswelten, denen man trotzig die Stirn bietet, derzeit sowas von hype-unkompatibel. Sie spielen aus Lust an der Freude, vielleicht auch um alte Tage wieder aufleben zu lassen. Doch, was man sicher nach den gut dreißig Minuten auf „Choices“ weiß: Geschmack haben die vier! So geht „Goodbye Grey Afternoon“ mit der zarten Akustikgitarre und stimmungsvollen Effekten als astreiner Opener durch, „We Got Old“ rockt sich emotionsreich rhythmisch als potentieller Ohrwurm in einer dicht gewobenen Instrumentierung schnell in die Herzen und vom gleichen, letzteren Schlag reiht sich noch manches Stück auf „Choices“ mit ein.

Unterschiede im Songaufbau findet man so gut wie keine. Da ist eben die prägnante Rhythmus-Arbeit, durchaus auch mal vom nüchternen Gerüst her vertrackt, die sich allerdings immer in hymnischen Refrains, eingängigen Gitarrenläufen und dem angenehmen Gesang von Dan Coutant wieder löst. Auf diese Weise bleibt der Pop ein steter Begleiter und der Sound von Joshua so zeitlos wie ordentlich, ohne große Akzente zu setzen.

Anspieltipps:

  • We Got Old
  • Temporary Flight Restrictions
  • Mean What You Say
  • More For Giving

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