Sarah Engels - Heartbeat - Cover
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Sarah Engels Heartbeat


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 47 Minuten
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2/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Lieber Konsument, Sie werden hochachtungsvoll zum Narren gehalten und merken es hoffentlich auch. Ohne Menschen einen Vorwurf zu machen, die Pietro Lombardi oder Sarah Engels mögen, muss man hier einen Schlussstrich ziehen. Mit dem Debüt „Heartbeat“ liefert Sarah Engels einen femininen Klon zu Lombardis Erstling, der erst einen Monat vorher erschienen ist. Selbst die wenigen Menschen, die sich über das „Paar“ Lombardi-Engels gefreut haben und „I Need You“ von Lombardis Debüt „Jackpot“ feierten, müssen sich eingestehen, dass es eine Frechheit ist, dass auch Engels Album mit einem Duett der Beiden beginnt und den überhaupt nicht ähnlichen Titel „I Miss You“ trägt. Durchsichtiger und platter geht es kaum noch. Hofft man zumindest.

Pop à la Rihanna und Lady GaGa verkauft sich? Na, dann nichts wie drauf und genau diesen Stil kopieren und mit ein paar Balladen mischen. Wird schon passen. Das dachte sich Leona Lewis auch und es hat zumindest irgendwie geklappt. Engels offenbart sich jedoch nach der unglaublich langweiligen und spröden Eröffnung eher als Vanessa Hudgens, wobei Hudgens zumindest den Anstand hatte, nicht auf lauter Fremdideen zurückzugreifen. Zwar sind die Cover-Versionen nicht schlechter, als die vor platten Synthesizer-Beats triefenden „Eigenkompositionen“... ja, das ist eigentlich auch schon der Punkt. Keiner der Songs schafft es, auch nur irgendwie im Ohr zu bleiben. Ob die langsamen Stücke wie „Tonight“ oder die ebenfalls langsamen, aber mit mehr Beats unterlegten Tracks wie „Call My Name“ finden einfach keinen Zugang zum Hörer. Allein ein gedehntes Ooooh in „Call My Name“ klaut ganz salopp die Melodie von „Use Somebody“ von den Kings Of Leon.

Was kann man an diesem Album schön reden? Keine Eigeninitiative, kein gar nichts. Engels bekommt keinen einzigen Hit zustande und ihre Cover-Versionen machen im Bestfall Lust auf das Original. Man will sagen, dass es schade sei, wie viel Potential das junge Mädchen verschenkt, doch so ist es bei Casting-Shows wie DSDS. Es geht es allein um den Gesang und die Stimmung und nicht, ob die Teilnehmer in der Lage sind, selber Lieder zu schreiben. Dieser Fakt rächt sich gewaltig und die gute Sarah merkt es entweder nicht oder will es nicht merken. Man könnte noch Seiten über die Ausrutscher auf dieser Platte schreiben. Schließen tun wir das ganze jedoch mit „I'm So Excited“, das wie eine richtig gute Karaoke-Nummer klingt. Stimme zu laut, plastisch und wenn die Kultmelodie nicht wäre, dann würde man wirklich glauben, es ist Karaoke-Nacht im Irish Pub. Und die Lichter gehen bald aus.

Anspieltipps:

  • Run
  • I'm So Excited
  • Hurt

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