Queen - Deep Cuts Volume 2 (1977-1982) - Cover
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Deep Cuts Volume 2 (1977-1982)


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 53 Minuten
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8/10 Unsere Wertung
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Nachdem die britische Rock-Ikone Queen nach 40 Jahren bei der ehrwürdigen EMI noch einmal die Plattenfirma gewechselt hat, erscheinen nicht nur sämtliche Studioalben in digital überarbeiteter Form (plus Bonus-Tracks auf separaten CDs) in mehreren Etappen erneut (jetzt auf Island Records im Universal-Vertrieb), sondern auch spezielle Sampler namens „Deep Cuts“, für die Brian May (Gitarre) und Roger Taylor (Drums) besondere Songs herausgepickt haben, die in der Regel nicht in der ersten Reihe stehen, wenn es um die üblichen Hitlisten von Queen geht.

Drei Monate nach der ersten Re-Release-Welle steht nun die zweite mit wiederum fünf Werken sowie einer frischen „Deep Cuts“-CD an. Diese deckt die Spanne von 1977 bis 1982 und damit die Longplayer „News Of The World” (10/1977), „Jazz” (11/1978), „The Game” (06/1980), „Flash Gordon” (12/1980) und „Hot Space“ (05/1982) ab.

Die letzten Queen-Studioalben der 70er Jahre förderten mit „We will rock you”, „We are the champions”, „Fat bottomed girls”, „Bicycle race” und „Don’t stop me now” eine stattliche Anzahl an Hitsingles zutage. Diese stehen auf „Deep Cuts 2“ wie erwähnt nicht im Fokus, sondern Titel wie das von arabischen Einflüssen geprägte „Mustapha“ oder der aggressiv Hardrocker „Sheer heart attack“, der wiederum im krassen Gegensatz zu verspielten Liedern wie „Sail away sweet sister“ oder dem von Brian May gesungenen Blues „Sleeping on the sidewalk“ steht.

Wie leicht Queen in den Siebzigern grandiose Songs aus den Ärmel schüttelten zeigen Stücke wie die John-Deacon-Kompositionen „Spread your wings”, der insgesamt nur wenige Tracks zum Queen-Katalog beisteuerte, aber darunter einige der besten wie z.B. „You’re my best friend“, „Another one bites the dust“ und „I want to break free“. Dass auch immer wieder eine kleine Rock-Oper bei den Aufnahmen abfiel, stellen herrlich vielseitige Kompositionen wie „Dead on time“ und „It’s late“ (viel mehr kann in einem straighten 6½-Minuten-Song nicht passieren!) unter Beweis.

In den Achtzigern wurden auch Queen wie so viele große Rockbands der 70er Jahre in neue musikalische Fahrwasser getrieben. Für Queen begannen Experimente mit Disco- („Staying power“) und Funk-Musik („Dragon attack“), mit denen auch erstmals ein Synthesizer ins Spiel kam – ein Instrument, auf das Queen in den Siebzigern immer voller Stolz verzichtet hatten. Bis auf kleinere Geschmacksverirrungen haben Queen aber auch in dieser Epoche die Kurve bekommen. Denn auch wenn nicht alle Alben bis ins Detail hochklassig waren, können sie sich doch zumindest als hochspannende Werke rühmen, die in dieser Vielseitigkeit bis dato keine andere Band hinbekommen hat.

Anspieltipps:

  • It’s late
  • Dragon attack
  • Dead on time
  • Sheer heart attack
  • Spread your wings
  • Sail away sweet sister

Dieser Artikel ging am um 12:29 Uhr online.
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