Cascada - Original Me - Cover
Große Ansicht

Cascada Original Me


  • Label: Zeitgeist/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 38 Minuten
Artikel teilen:
5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Cascada kopieren sich zum größten Teil selbst und machen musikalisch keine Fortschritte.

Einer der größten deutschen Musik-Exportschlager ist die Band Cascada. Egal ob die britische Insel oder sogar die USA, die deutsch/britische Sängerin Natalie Horler und die beiden DJs Manian und Yanou eroberten spätestens mit dem dritten Album „Evacuate the dancefloor“ die Charts nicht nur dieser Länder. Bekannt wurde das Trio mit Coverversionen, die sie in ein House/Dance-Gewand steckten. Mittlerweile haben sie sich ganz dem Dance-Pop verschrieben und schrecken auch nicht vor Rapeinlagen zurück, die schon bei „Evacuate the dancefloor“ zum Erfolg führten. Geblieben ist ihnen weiterhin eine wirklich gute Sängerin, die z.B. die Single „San Francisco“ akustisch im ARD-Morgenmagazin dermaßen gelungen performt und da eben zeigt, dass sie mehr kann als nur über schnelle Beats zu singen. Daher war es gar nicht abwegig, ihr mit „Unspoken“, „Independence Day“ und „Hungover“ einfach einmal Balladen Marke Cascada zu gewähren, denn das kann sie wirklich gut.

Die Single „San Francisco“ zeigt das Problem, dass die Musik von Cascada besitzt: Als Akustikversion sehr schön, gibt die normale Version doch zu denken, wenn eine sommerlich leichte Dancepopnummer gereicht wird, die frappierend nach Katy Perry oder eine modernen Fassung von Aquas „Barbie Girl“ klingt, daher stammt dann wohl die Ohrwurmgarantie. Die schon etwas älteren Tracks wie „Night Nurse“ und „Pyromania“ bemühen sich redlich, die treibenden sehr einfachen Beats zum Cabrio-kompatiblen Einheitsbrei zu servieren, ohne irgendetwas zu wagen. Da gefallen schon eher die drei obengenannten Pop-Balladen, weil endlich Horlers Stimme ohne künstliche Verfremdungen auskommt und die Popsongs etwas mehr Einfallsreichtum zeigen. Die Fans freuen sich dagegen über Tracks wie „Stalker“ oder „Au revoir“, die mit ernstem Text eine recht schnelle Angelegenheit geworden sind, die typisch Cascada die Bassboxen hopsen lässt.

Sicherlich wird die Fanbasis wieder gut von Cascada versorgt, aber den Erfolg des Vorgängeralbums werden sie wohl nicht wiederholen können, da sich Cascada zum größten Teil nur selbst kopieren und musikalisch keine Fortschritte machen. Gut, dass die in Bonn geborene Sängerin sie von der Masse abhebt.

Anspieltipps:

  • Stalker
  • Enemy
  • Independence Day feat. Carlprit

Neue Kritiken im Genre „Pop“
8/10

Sweet Sweet Silent
  • 2017    
6.5/10

Halb Oder Gar Nicht
  • 2017    
Diskutiere über „Cascada“
comments powered by Disqus