The Head Cat - Walk The Walk Talk The Talk - Cover
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The Head Cat Walk The Walk Talk The Talk


  • Label: Niji Entertainment Group
  • Laufzeit: 27 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Drei gestandene Rocker im Herbst Ihres Schaffens zelebrieren ihr Hobby. Nach Arbeit klingt das hier auf jeden Fall nicht. Vielmehr so, als hätten sich drei Kumpels nach Feierabend im Keller getroffen, um ein paar Songs von Helden ihrer inzwischen doch recht lang zurück liegenden Jugend zu covern. So, oder so ähnlich dürfte es in der Tat wohl abgelaufene sein, als sich ein nicht ganz unbekannter Lemmy Kilmister ( Motörhead), sowie Slim Jim Phantom ( The Stray Cats) und Danny B. Harey (Lonesome Spur/The Rockats) zusammengetan haben, um ihr zweites Studioalbum seit Gründung im Jahr 2000 einzuspielen.

Gut 27 Minuten Rockabilly meets Blues meets Rock ‘n’ Roll at it’s best. Das macht durchschnittlich mal gerade knapp 2:20 Minuten pro Song. Zwar haben die drei Rocker mit „Amercian Beat“ und „The Eagle Flies On Friday“ auch zwei eigene, durchaus gelungene Stücke aus dem Hut gezaubert, aber das eigentliche Interesse liegt auf der Hand. Hier werden die Helden einer legendären Ära der Musikgeschichte abgefeiert. Dabei fallen Namen wie Chuck Berry, Eddie Cochran, Elvis Presley, Lennon/McCartney oder auch Jerry Lee Lewis. Bemerkenswert ist dabei, dass die Band es sich verkneift, aus dem üppigen Songkatalog der Musiklegenden die üblichen Verdächtigen rauszugreifen, sondern stattdessen eher weniger bekannte Stücke covert. Oder wann hat einer zum letzten Mal „Trying To Get To You“ von Elvis Presley gehört?

Gut, Lemmys bluesiges und verbrauchtes Stimmorgan ist und bleibt gewöhnungsbedürftig, aber dass der Mann nach dem was er sich und seinem Körper in fast 50 Jahren Rockerdasein angetan hat, ist es ein Wunder, dass überhaupt noch einen Ton herauskommt. Außerdem hat sie auf jeden Fall einen Wiedererkennungswert.

Alles in allem muss man dieses Album wohl nicht überbewerten und vermutlich tun die Head Cats das selbst auch nicht. Es ist halt nicht mehr, aber auch nicht weniger als eine kleine, knapp halbstündige Rock ‘n‘ Roll Party - inklusive kreisenden Hüften und Pomade im Haar - von einer (schwerpunktmäßigen) Coverband, die aus prominenteren Mitgliedern besteht. Für Rocknostalgiker und Komplettisten durchaus eine Empfehlung wert. Für alle anderen vielleicht ja zumindest eine Geschichtsstunde in Sachen Rock ‘n‘ Roll und Rockabilly und ein Türöffner zu den Originalen. Dann hat es sich ja schon gelohnt.

Anspieltipps:

  • Amercian Beat
  • I Ain’t Never
  • Let It Rock
  • Something Else
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