Thea Gilmore - John Wesley Harding - Cover
Große Ansicht

Thea Gilmore John Wesley Harding


  • Label: Fullfill Records/ALIVE
  • Laufzeit: 42 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach „Strange Communion“ (11/2010) und „Murphy´s Heart” (03/2011) ist „John Wesley Harding“ das dritte Album von Thea Gilmore in nur sieben Monaten. Dies bezieht sich allerdings nur auf den Veröffentlichungsrhythmus in Deutschland, der dem in der englischen Heimat der Singer/Songwriterin bis dato immer hinterher hinkte, nun aber (mit fünfwöchiger Verspätung nach dem UK-Release) endlich auf gleicher Höhe ist.

Mit „John Wesley Harding“ legt die 31-Jährige ein Tribut-Album an das gleichnamige Bob-Dylan-Werk aus dem Jahr 1967 vor und feiert damit auf ihre Weise den 70. Geburtstag des wohl berühmtesten Singer/Songwriters aller Zeiten. Auf diesem Album kehrte Dylan nach einer rockigen Phase zu seinem ursprünglichen Folk-Sound zurück und vertonte dazu ein Dutzend Gedichte.

Für Thea Gilmore gehört „John Wesley Harding“ (übrigens nach einen Revolverhelden aus dem Wilden Westen benannt) zu ihren erklärten Lieblingsalben von Bob Dylan, doch der Gedanke, diesen Klassiker einfach so nachzuspielen, bereitete ihr Kopfzerbrechen. Erst der Zuspruch ihrer musikalischen Partner Nigel Stonier und Robbie McIntosh brachte das Projekt ins Laufen und am Ende wurde das Album im Februar 2011 innerhalb von nur einer Woche eingespielt.

Thea Gilmore fängt die Atmosphäre des Originalwerks mit viel Leidenschaft ein und hat dabei den Vorteil heutiger Produktionstechniken auf ihrer Seite. Sie generiert einen druckvollen Sound, indem sie im Gegensatz zu Bob Dylan eine E-Gitarre und tiefe Bässe integriert („Drifter’s escape“) und hier und da das Tempo ein wenig herausnimmt („All along the watchtower”). Auf Dylans markante Mundharmonikaklänge wird natürlich auch nicht verzichtet („As I went out one morning”), so dass unterm Strich eine liebevoll modernisierte Version von „John Wesley Harding“ zu Buche steht, an der Meister Dylan gewiss nichts auszusetzen hat.

Anspieltipps:

  • Drifter’s escape
  • I’ll be your baby tonight
  • All along the watchtower
  • I pity the poor immigrant
  • As I went out one morning

Neue Kritiken im Genre „Singer/Songwriter“
Diskutiere über „Thea Gilmore“
comments powered by Disqus