Unearth - Darkness In The Light - Cover
Große Ansicht

Unearth Darkness In The Light


  • Label: Metal Blade/Sony Music
  • Laufzeit: 39 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Unearth sind wohl nicht leicht zufrieden zu stellen. War vor fünf Jahren noch „III: In The Eyes Of Fire“ (08/2006) das Maß aller Dinge, wie Ken Susi im CDstarts-Interview noch begeistert mit „Die letzte Veröffentlichung („The Oncoming Storm“ (06/2004) ist damit gemeint) war wirklich gut, aber es gibt darauf eben doch den einen oder anderen Song, der ganz okay ist, aber auch nicht mehr. Und beim neuen Werk ist das Ganze von Anfang bis Schluss stimmig“ beteuerte, so kommen die Herrschaften nun im Zuge der Veröffentlichung des fünften Werkes „Darkness In The Light“ zu folgendem Schluss: „Our last two records are great records, but I didn´t get that same feel. This one is special man, this one is our best yet.” Okay, solange Trevor Phipps (Gesang), Buz McGrath (Gitarre), Ken Susi (Gitarre) und John Maggard (Bass) damit zum Ausdruck bringen wollen, dass sie stets die höchstmögliche Qualität vorlegen, die zu dem jeweiligen Zeitpunkt möglich war, dann darf der nächste Output die aktuelle Platte in Sachen Songwriting, etc., pp. gerne wieder überbieten. Da wir uns aber noch in 2011 befinden, widmen wir uns erst einmal „Darkness In The Light“.

Nach dem gedrosselten „The March“ (10/2008) war man sich uneins wie es mit Unearth weitergehen könnte, auch weil der Kurzaufenthalt von Drummer Derek Kerswill, der aufgrund seiner rockigeren Ausrichtung wieder vor die Tür gesetzt wurde, in ein Studioengagement mit Killswitch Engage-Felldrescher Justin Foley mündete und erstmals seit „The Oncoming Storm“ wieder Klargesang in die Songs eingebettet werden sollte. Werden Unearth denn auf einmal soft und wollen am KsE-Kuchen mitschneiden? Mitnichten! „Darkness In The Light“ ist mit einigen Ausnahmen noch immer zu 100% als Unearth-Album auszumachen und baut trotz eines stärkeren Fokus auf American Heavy Metal-Bands auf der bisherigen Diskographie auf, obwohl der Rotz von „III: In The Eyes Of Fire“ scheinbar auf der Strecke geblieben ist. Doch sei´s drum, die Breakdowns sprengen noch immer jede Richterskala, Susi und McGrath verteilen technisch eindrucksvolle Solos und Schwedenriffs als wären sie Colalutscher und Phipps röhrt so ungebunden wie ein liebestoller Hirsch auf der Balz.

Die Songs dazu agieren jedoch nicht immer so frisch und von der Leine gelassen. „Watch it burn“ ist nämlich nur ein aktuellerer Aufguß der „Black hearts now reign“-Blaupause und „Last wish“ und „Coming of the dark“ sind bestenfalls in die Kategorie „Füllmaterial“ einzuordnen. Dafür haben die Jungs mit „Arise the war cry“ einen gestandenen Live-Killer am Start, der für einige knochenbrechende Wall Of Deaths sorgen wird, überrollen den Hörer als unbarmherzige Dampfwalze in „Disillusion“ oder „Eyes of black“, prügeln im Schwedenmantel auf denselbigen ein ohne auf Melodien zu vergessen („Ruination of the lost“), lassen die Heavy Metal-Ader mit Singalong („We stand strong / We won´t break“) und klassischem Solopart durchscheinen („Overcome“) oder gönnen sich eine beseelte Verschnaufpause mit „Equinox“. „The fallen“ empfiehlt sich im Gegenzug dazu wegen seines Killswitch Engage-Touchs für eine Auskoppelung, würde „Darkness In The Light“ dadurch aber nur in ein falsches Licht rücken. Kurzum: Unearth festigen ihren Status im Genre und haben für Freunde des gepflegten Arschtritts erneut ein, im wahrsten Sinne des Wortes, fettes Paket geschnürt.

Anspieltipps:

  • Disillusion
  • Eyes Of Black
  • Arise The War Cry
  • Ruination Of The Lost

Neue Kritiken im Genre „Metalcore“
5/10

Ember To Inferno: Ab Initio
  • 2016    
6/10

Silence In The Snow
  • 2015    
Diskutiere über „Unearth“
comments powered by Disqus