Hooverphonic - The Night Before - Cover
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Hooverphonic The Night Before


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 38 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Die belgische Band Hooverphonic existiert schon seit 1996. Anfänglich ein TripHop-Projekt entwickelte sie sich zum Electro-Pop-Act, der vor allem in seiner Heimat erfolgreich war und ist. Europaweit kam mit der Single „2 Wicky“ der Erfolg, doch so richtig bekannt sind sie außerhalb Belgiens immer noch nicht, auch wenn einige Songs für Filmsoundtracks verwendet wurden.

Nun steht Album Nummer sieben an, welches wieder auf einem Major-Label erscheint, nachdem Hooverphonic schon einige Plattenfirmen durchliefen. Schon wieder präsentieren sie eine neue Sängerin, denn nach Liesje Sadonius und Geike Arnaert ist Noemi Wolfs schon die dritte Gesangskünstlerin. Alex Callier (Bass, Keyboard, Percussion) und Raymond Geerts (Gitarre) zeichnen für nahezu alle Songs kompositorisch verantwortlich, wobei Callier eindeutig das Mastermind und den Produzenten in einer Person darstellt.

Sanfte Violinen und Cello gesellen sich stets zu den üblichen Instrumenten wie Drums, Gitarre und Bass und erzeugen so fast immer eine pathetische Atmosphäre. Songs wie „Anger never dies“ oder „Norwegian stars“ gehören zur Kategorie guter entspannter Radiopop wohingegen der Schlusssong „Danger Zone“ eine gelungene „James-Bond“-Ballade mit starkem elektronischen Touch darstellt, die vom guten Gesangsvortrag der neuen Sängerin lebt.

Die pompösen bis bombastischen Arrangements besitzen immer diese „James Bond“-Soundtrack-Aura, dennoch ist man manchmal geneigt, sich die Tracks pur und ohne Bombast vorzustellen, weil auf Albumlänge schon die Aufmerksamkeit des Hörers angesichts der Vielzahl derartiger Songs etwas nachlässt. Allerdings haben Hooverphonic mit diesem „Soundtrack“-Stil ein Markenzeichen, dass sie aus der Masse etwas herausstechen lässt. Bei diesem Album weiß man aber auch nicht so recht, ob es nicht besser in den Herbst passt, sehr viel Melancholie und eben Bombast gehören eigentlich eher zu entspannten Herbsttagen als zum fröhlichen Sommer.

Anspieltipps:

  • Anger Never Dies
  • Norwegian Stars
  • Danger Zone

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