AC/DC - Let There Be Rock - Cover
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AC/DC Let There Be Rock


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 94 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Fest für junge und alte AC/DC-Fans zugleich, das allein schon wegen seines geringen Anschaffungspreises einen Pflichtkauf darstellt!

Erst vor einem Monat erschien mit der DVD „Live At River Plate“ das Bild- und Tondokument zur „Black Ice“-Welttournee. Nun steht mit „Let There Be Rock“ bereits der nächste Silberling aus dem Hause AC/DC an. Es handelt sich dabei um die digital remasterte Erstveröffentlichung des legendären Konzertfilms, der in diesem Jahr sein dreißigjähriges Jubiläum seit dem deutschen Kinostart feiert.

„Let There Be Rock“ (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen, dritten internationalen AC/DC-Studioalbum aus dem Jahr 1977) basiert auf einem Konzertmitschnitt aus dem Jahr 1979 in Paris zur „Highway To Hell“-Tour. Es ist der letzte gefilmte Auftritt von Sänger Bon Scott, der am 19. Februar 1980 verstarb und damit ein fabelhafter Geschichtsunterricht für jeden AC/DC-Fan.

AC/DC im Jahr 1979 – das ist eine blutjunge Band, die sich steil in Richtung ihres künstlerischen und kommerziellen Zenits bewegt und auf der Bühne kaum zu bremsen war. Bon Scott und Gitarrist Angus Young stellen dabei das Zentrum der Energie dar. Charakterkopf Bon Scott flirtet regelrecht mit den zahlreichen Kameras, die das Konzert mit schnellen Schnitten und viele Close-Ups für damalige Verhältnis äußerst modern eingefangen haben. Der Gute rennt allerdings mit einer zerrissenen Jeans auf der Bühne herum, die bei entsprechenden Kameraeinstellungen mehr preis gibt als sie verhüllt. Dazu kommen einige kuriose Einspieler vom Leben auf Tour (Bon Scott beim Porsche-Fahren, etc.), die sich wunderbar in den Fluss des Films integrieren und das 70er-Jahre-Flair verstärken.

Der Film beginnt mit dem Aufbau der Bühne, die schon damals ausufernde Verhältnisse einnahm, aber von der Gigantomanie heutiger Tage noch weit entfernt ist. Damals spielte die Band auch noch in Hallen, während es heute meistens Stadien sein müssen, um die Nachfrage zu befriedigen. So reiste die Band mit zwei Bussen, zwei Trucks, 14 Roadies und 20 Tonnen Material, wovon die 300.000-Watt-Lichtanlage und die 30.000-Watt-Verstärker den größten Brocken stellten. Heute sind es mindestens ein Dutzend Trucks, die nicht selten mit zwei identischen Bühnen unterwegs sind, damit an Ort A bereits aufgebaut werden kann, während an Ort B noch abgebaut wird.

Zu Beginn von „Let There Be Rock“ wird die Band von einem Kommentator aus dem Off hölzern vorgestellt. Darüber kann man heute nur noch schmunzeln. Interessant sind dagegen die Eindrücke vom Soundcheck, kurze Interviewschnipsel und der Blick in den für jede Band heiligen Backstage-Bereich. Auf der Bühne gibt es später sowieso kein Halten mehr. Die Band muss sich auf eine noch recht überschaubare Anzahl an Songs fokussieren und liefert ein 13 Tracks umfassendes Killer-Set ab, das vor Leidenschaft und Power nur so strotzt. Das ergibt ein Fest für junge und alte AC/DC-Fans zugleich, das allein schon wegen seines geringen Anschaffungspreises einen Pflichtkauf darstellt!

Anspieltipps:

  • Sin city
  • Live wire
  • The Jack
  • Highway to hell
  • Whole lotta Rosie
  • Shot down in flames

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