The Kooks - Junk Of The Heart - Cover
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The Kooks Junk Of The Heart


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 35 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

The Kooks brauchen sich mit „Junk Of The Heart“ nicht verstecken.

Wer die musikalische Entwicklung der Band The Kooks von Beginn ihrer Karriere mit ihrem unbeschwerten und enorm erfolgreichen Debüt verfolgt hat, beobachtete schon beim Zweitwerk „Konk“ das eine gewisse Ernsthaftigkeit eingekehrt war. Es gab dann ausgedehnte Gitarren-Jam-Sessions zu hören und die Kompositionen sprühten nicht nur wie früher vor Lockerheit und Einfachheit, sondern vor etwas anspruchsvolleren Songstrukturen, die aber immer noch eingängig klangen. Nun kommt Werk Nummer drei und diesmal spielte Sänger und Mastermind Luke Pritchard die Kompositionshauptrolle: Neben Produzent Tony Hoffer durften aber auch die Bandmitglieder Hugh Harris (Gitarre), Peter Denton (Bass) und der zurückgekehrte Drummer Paul Garred musikalisch bearbeiten, was er im Grunde aber schon erdacht hatte.

Überraschende Synthesizer-Teppiche tauchen auf, die gleich beim Titelstück hörbar eingesetzt werden, ohne dass die Gitarrenklänge ausbleiben: Sehr gefällig, wie eigentlich fast immer, gefällt dieser Einstieg nicht nur den treuen Fans. „How'd You Like That“ rockt auch sehr gekonnt und macht keinen Halt vor poppigen Elementen und einem waschechten Ohrwurmrefrain.

The Kooks wurden und werden gern mit Supergrass oder Blur, den Helden des BritPop, verglichen, doch im Gegensatz zu den Genannten gibt es sie immer noch. Die Briten vermischen ihre musikalische Leichtigkeit mit Rockelementen, die auch aus den 70er Jahren stammen könnten. Neu und interessant ist der gestiegene Popfaktor, der vor allem bei den Balladen „Time Above The Earth“ oder „Petulia“ nicht weg diskutiert werden kann. Satte Geigen im Überfluss wie bei „Time above the earth“ oder der reduzierte Akustikpop-Track „Petulia“ hat es so bei The Kooks noch nicht gegeben.

Die erste Single „Is it me“ zeigt eher alte Qualitäten, außer das jetzt ein Keyboard im Hintergrund schwelgt, und es gibt eine ordentliche BritPop/Rock zum Besten, den das Publikum so an den Jungs liebt. Auch „Eskimo Kiss“ gehört in die Kategorie The Kooks machen Musik, die sanft treibend das Ohr erfreut und Sommerstimmung verbreitet. The Kooks brauchen sich nicht verstecken. Ihre musikalische Entwicklung ist deutlich erkennbar und trotzdem erkennt man ihren unkomplizierten melodiösen gitarrenlastigen Stil immer sofort wieder. So wird sich der Hörer gerne auf weitere Alben der Band freuen.

Anspieltipps:

  • Junk Of The Heart (Happy)
  • How'd You Like That
  • Rosie
  • Is It Me

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