Axel Rudi Pell - The Ballads IV - Cover
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Axel Rudi Pell The Ballads IV


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 75 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Zum mittlerweile vierten Mal in seiner Karriere schickt das deutsche Hardrock-Urgestein einen Longplayer als reine Balladensammlung ins Rennen.

Zum mittlerweile vierten Mal in seiner 20jährigen Karriere schickt das deutsche Hardrock-Urgestein Axel Rudi Pell (51) nach 1993, 1999 und 2004 einen Longplayer als reine Balladensammlung ins Rennen. Neben drei neuen Songs wird auf „The Ballads IV“ in erster Linie die Vergangenheit seit dem letzten „Ballads“-Album aufgearbeitet. Und bei einem fleißigen Arbeiter wie Axel Rudi Pell, der quasi ständig im Studio/Tour/Studio-Rhythmus lebt und arbeitet, kommt in sieben Jahren einiges zusammen.

Zählt man sämtliche CD- und DVD-Veröffentlichungen zusammen, stehen bei dem 51jährigen Ausnahmegitarristen inklusive seines neuesten Werks 25 Stück zu Buche, die sich knapp 1,5 Millionen Mal verkauft haben. Allein zwischen „The Ballads III“ (10/2004) und „The Ballads IV“ (09/2011) standen sieben Veröffentlichungen auf dem Plan. Respekt! Pausen kennt der Mann scheinbar gar nicht. Die Fans freut es.

Aus den 13 Stücken auf „The Ballads IV“ stechen zuerst einmal die neuen Songs hervor. Gleich als Opener fungiert dabei Axel Rudi Pells neueste Eigenkomposition „Where the wild waters flow“, eine epische Monsterballade, für die auch die Balladenkönige des Hardrocks, die Scorpions, töten würden. Es folgt mit „Holy diver“ ein Tribut-Cover an Pells verstorbenen Freund Ronnie James Dio, das allerdings einen Tick zu pathetisch ausgefallen ist. Dritte Neueinspielung im Bunde ist die Pell-Interpretation des häufig gecoverten Leonard Cohen-Klassikers „Hallelujah“. Auch hier drückt der Gitarrist mächtig auf den Tränendrüse und lässt den unvermeidlichen Kinderchor ran.

Hört man sich die Kompositionen und vor allem die Balladen aus der Feder von Axel Rudi Pell an, wird seine Vorliebe für Bands wie Rainbow und einen Sänger wie Ronnie James Dio schnell deutlich. Härte und Melodie müssen stets in Einklang miteinander sein, auch wenn’s dann schon mal so klingt wie bei den Scorpions („Glory night“) oder eben Dio („Touching my soul“). Das sind dann auch die guten Momente. Denn mit „In the air tonight“ (Phil Collins) sowie „Love gun“ (Kiss) haben sich außer Pells eigenen Kompositionen noch zwei Stücke vom zwiespältigen Coveralbum „Diamonds Unlocked“ (09/2007) eingeschlichen.

Sei’s drum! Diese neuerliche Balladensammlung aus dem Hause Pell beweist trotzdem, dass hier eine starke Band am Werk ist, die mit „Where the wild waters flow“ sogar einen ihrer besten Songs seit Jahren abgeliefert hat.

Anspieltipps:

  • Love gun
  • Glory night
  • Touching my soul
  • The curse of the damned
  • Where the wild waters flow

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