Tanzwut - Weiße Nächte - Cover
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Tanzwut Weiße Nächte


  • Label: Teufel Records
  • Laufzeit: 53 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

1999 gegründet, sind die Spielleute von Tanzwut definitiv kein Geheimtipp mehr. Lange war es still um das Septett, der letzte Silberling „Schattenreiter“ liegt bereits fünf Jahre zurück. Die Trennung einiger Mitglieder von ihrem Projekt Corvus Corax wurde vollzogen und neue Mitglieder für die Mittelalter-Rock-Formation gewonnen. So besteht Tanzwut nun aus Sänger Teufel, Sackpfeifer Ardor, Gitarrist Martin Ukrasvan, Keyboarder und E-Drummer Jagbird, Bassist Der Zwilling, Schlagzeuger Shumon und Dudelsackspieler Thrymr. Große Veränderungen, neue Gesichter und vor allem Zeit für ein neues Album, das unter dem Titel „Weiße Nächte“ erscheint.

Eins können Tanzwut seit jeher: Mittelalterliche Klänge mit modernen Elementen verbinden. Auch auf „Weiße Nächte“ ändert sich daran nichts. Mit dem Ausscheiden von Hatz aus der Band haben sich allerdings auch die elektronischen Klänge aus dem Line-up verabschiedet. Dadurch klingt die Band entsprechend rockiger und gitarrenlastiger. Unverkennbar bleibt jedoch neben dem Dudelsackspiel Teufels Gesang.

Ist auf den ersten Blick an einigen Stellen noch eine gewisse Eintönigkeit zu bemerken, muss bei genauerer Betrachtung festgestellt werden, dass der Teufel im Detail liegt. „Königin der Nacht“ zum Beispiel ist eine Ode an Mozarts „Zauberflöte“ und wer genau hin hört, wird die berühmte „Königin der Nacht“-Opernmelodie per in den Track eingewoben hören. „Gift“ trägt den Hörer in Märchenwelten und auch die anderen Tracks sind voll von Anspielungen, Lebensweisheiten und kleinen Wahrheiten.

So offenbart sich das neue Tanzwut-Album als etwas, das kein schneller musikalischer Snack für zwischendurch ist. Die Songs leben vom Detail und verlangen entsprechend, dass ihnen sorgfältig zugehört wird, um ihre volle Bandbreite verstehen zu können und nicht nur oberflächlich gehört als einseitig abgestempelt zu werden.

Anspieltipps:

  • Wie Phönix aus der Asche
  • Gift
  • Königin der Nacht

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