Washed Out - Within And Without - Cover
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Washed Out Within And Without


  • Label: Domino Records
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Kein einziger Track enttäuscht, wenn es darum geht, ein Lounge-Gefühl zu erzeugen.

Mit Ernest Greene darf sich die Ambient-Szene auf einen neuen Namen freuen. Diesmal aus Georgia und unter dem Künstlernamen Washed Out. In jeder der 41 Minuten strömen die synthetischen Sounds zwischen Meditation und Chill-Out aus jeder einzelnen Pore des Albums. Was die einen an angenehme Abende im Sessel erinnert, dürfte bei dem Rest Erinnerungen an durchzechte Nächte entstehen lassen. Aber Rausschmeißer hört sich unangenehmer als Szene-Lounge an und so muss man erst einmal filtern, wie gut sich Washed Out macht.

Für Rezensenten gibt es nichts Unangenehmeres als Alben, die überhaupt nicht darauf abzielen bewertet zu werden. Washed Out gibt hier und da einen Klang Pop ab, aber ansonsten beschränkt sich das Klangabenteuer auf eine seichte Wanderung, die hier und da mit Synthieeffekten spielt und Töne lang und kurz zieht. Im Radio würde jeder einzelne Song dieses Projekts untergehen und so bleibt nur der Hörer, der sich auf die Musik entweder konzentriert oder sie als schmückendes Beiwerk im Hintergrund haben möchte. Um lediglich schmückendes Beiwerk zu sein sind die vielen hohen Töne und das Gesangsorgan des jungen Herrn Greene ab und an jedoch zu auffällig. „Soft“ oder „Far Away“ sind so kurz davor eine echte Nummer mit Ohrwurmpotenzial zu sein, schwächen sich jedoch selbst, indem sie sich dem Ambiente-Sound unterwerfen. So weiß man nicht, ob man aufdrehen und sinnlich tanzen oder im Vordergrund über Gott und die Welt reden möchte.

Kein einziger Track enttäuscht, wenn es darum geht, ein Lounge-Gefühl zu erzeugen, aber hier und da verlangt die Musik als mehr angesehen zu werden. Es ist ein schmaler Grat, auf dem sich Washed Out bewegt, und auch die Gefahr seinem Namen entsprechend verwaschen zu klingen besteht bei solch einem homogenen Mix natürlich. Eindeutige Lichtblicke machen diese ernsteren Gedanken jedoch wett und so hört sich ein „Before“ immer wieder gerne und schreibt seine Empfehlung aus mit so Größen wie Cafe Del Mar in einer Playlist zu landen. In einem Atemzug wurde er jetzt schon mit ihnen genannt. Zumindest ein Anfang.

Anspieltipps:

  • Soft
  • Far Away
  • Before

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