Lamb - 5 - Cover
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Lamb 5


  • Label: Strata Music/H'ART
  • Laufzeit: 45 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Er ist zurück! Er ist endlich zurück! Damien Rice bringt uns neue Musik! Fehlalarm und ein großes Entschuldigung an alle, die gerade zu große Hoffnungen haben aufkeimen lassen. Ein weiteres Mal ist der begabte, irische Songwriter nur Gast auf einem Album, aber zumindest werden einige Menschen verzückt sein, wenn sie hören, dass dafür das Duo Lamb zurück ist. Da lohnt es sich gleich noch mehr, die Korken knallen zu lassen, denn wartet man auf neues Material von Damien Rice erst seit einer halben Dekade, haben sich Lamb gleich satte acht Jahre Zeit gelassen.

Weitergemacht wird jedoch dort, wo man aufgehört hat. Vor Jahren nannte man diese entspannte Form der elektronischen Popmusik noch Trip-Hop und feierte unter anderem Gruppen wie Portishead. Heute verbuchen wir das ganze unter Ambient. Was für ein Ambiente man sich zu den größtenteils minimalistischen Klängen von Lou Rhodes und Andy Barlow vorstellt ist natürlich jedem selbst überlassen. Gerade zu Beginn des Albums machen die Engländer ziemlich deutlich, wie sie sich ihre musikalische Rückkehr vorgestellt haben. Lous Stimme ist in „Wise Enough“ beinahe so verführerisch wie Portishead zu besten Zeiten und im Opener und dem anschließenden „Butterfly Effect“ schafft es das Gespann ähnlich Portishead oder auch Thom Yorke Electronica der zeitlosen Sorte zu spielen.

Auch wenn diese Art von Musik in ihrer besten Form trotz weniger Abwechslung im Ton kaum langweilig werden kann, liefert Lamb die eine oder andere Überraschung. Zum Beispiel den rocklastigen Chorus im ambivalent aufgezogenen „Build A Fire“ oder dem nahezu Elektro freien Passagen in „Existential Stitch“. Die konventionellen Pop-Balladen in Form von „Strong The Root“ und „The Spectacle“ lassen ein letztes Mal Federn in einer wirklich gut gelungenen Dreiviertelstunde, bevor Damien Rice in „Back To Beginning“ mit seinem herzzerreißenden Gesang zeigt, warum man sich von diesem Mann ein weiteres Album wünschen sollte. Hier wird Radiotauglichkeit endlich mit Substanz verbunden und so muss auch der Mainstream nicht leer ausgehen, wenn das neue Lamb-Album endlich in den Plattenläden steht.

Anspieltipps:

  • Back To Beginning
  • Another Language
  • She Walks

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