Nana Kitade - Hate -Ai To Hate- - Cover
Große Ansicht

Nana Kitade Hate -Ai To Hate-


  • Label: Kastellamedia/SOULFOOD
  • Laufzeit: 23 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Nana Kitade wurde 2002 mit gerade mal 15 Jahren bei einem Talentwettbewerb entdeckt und entwickelte sich schnell zu einer in Japan sehr beliebten Solokünstlerin, die vor allem Lieder zu Anime, TV-Serien und Computerspielen beisteuerte. 2008 wurde sie durch ihren Auftritt bei der AnimagiC in Bonn auch in Deutschland bekannt und Kastellamedia sicherte sich den umworbenen Europa-Vertrag mit der Sängerin, die auch im Gothic-Lolita-Modebereich sehr bekannt ist.

2009 schloss sie sich mit Gitarrist Taizo zu Loveless zusammen und erklärte ihre Solokarriere, die vorrangig im J-Pop stattfand, für beendet. „Ai to hate” ist das erste Lebenszeichen von Loveless. Mit gerade einmal fünf Songs und 22 Minuten Spieldauer fällt das Werk sehr kurz aus, hat es dafür aber in sich.

„Swallowtail” swingt und jazzt höllisch, dazu kommen unauffällige elektronische Spielereien. „Ai to hate” geht in eine ähnliche Richtung, allerdings schein hier Sonic Youth hier Pate gestanden zu haben. „Gensoumamire” hingegen beginnt wie eine Popnummer, lieblich singt Nana Kitade wie zu ihren Solo-Zeiten, dann setzt die Gitarre ein und das Lied nimmt an Fahrt auf. Letztlich endet es in einer lärmenden Wall of Sound vor der selbst Bands wie Mogwai erstarren würden.

„Jabberwocky” nimmt noch einmal die Zutaten der vorherigen Lieder auf, vermengt sie aber neu und Nana Kitade beweist einmal mehr, sie kann lieblich, rockig und vor allem herrlich schräg singen! Dazu kommt die konstant hervorragende Arbeit von Taizo, die beim Closer „Snow Hell” nur am Rande zu bemerken ist. Hier steht eindeutig die Gesangsleistung der jungen Japanerin im Vordergrund.

Nana Kitade gelingt es, sich mit dem Album meilenweit vom J-Pop zu entfernen. Im auch in Europa erfolgreichen J-Rock ist sie allerdings auch nicht angekommen, sondern präsentiert mit „Ai to hate” ein kleines Monster an Ideen, Melodien und Stilen. Insgesamt wirkt dies nicht homogen, zeigt aber wie viel man von dem Duo noch erwarten kann. Als Appetizer ist der Silberling definitiv schon mal eine Hausnummer.

Anspieltipps:

  • Jabberwocky
  • Gensoumamire

Neue Kritiken im Genre „J-Rock“
8/10

Shangri-La
  • 2013    
Diskutiere über „Nana Kitade“
comments powered by Disqus