Bernhoft - Solidarity Breaks - Cover
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Bernhoft Solidarity Breaks


  • Label: Ministry Of Sound
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Norweger Jarle Bernhoft (34) startete seine Karriere in der Rockband Explicit Lyrics und setzte sie später mit der Gruppe Span fort. Durch diese Engagements erarbeitete sich Jarle Bernhoft einen Namen als Rocksänger, der auch über die norwegischen Landesgrenzen hinaus bekannt wurde. Vor drei Jahren dann sattelte der heute 34-Jährige auf eine Solokarriere um und veröffentlichte mit „Ceramik City Chronicles” (09/2008) sein Solodebüt, dem er im Januar 2010 das Live-Werk „1:Man 2:Band” (01/2010) folgen ließ.

Stilistisch hatte sich Bernhoft auf den Alben von der Rockmusik abgewandt und vermehrt in Richtung Popmusik gearbeitet. Und dieser Stilwechsel passt in der Tat sehr gut zu der kraftvollen Soulstimme des Norwegers, die in gewissen Momenten an Kollegen wie Lenny Kravitz („Sing hello & some more“), James Morrison („Choices“) oder auch Max Mutzke („Stay with me“) gemahnt.

Mit „Solidarity Breaks“ bringt Bernhoft nun sein zweites Studioalbum auf den Markt. Darauf fokussiert der Sänger und Songwriter seinen Stil noch weiter in Richtung eines leicht eingängigen Soul-Funk-Pop-Gemisches, das sehr radiofreundlich produziert und abgemischt wurde. Dadurch unterscheidet sich die Performance von Bernhoft live auf der Bühne und auf CD doch recht deutlich. Auf der anderen Seite lässt sich der Norweger dadurch unter Umständen als Konkurrenz zum Belgier Milow aufbauen, der seine Basis zwar stärker in der Popmusik hat, wogegen sich in Bernhofts Stil mehr Soul- und Funkanteile wieder finden („Cmon talk“), auch wenn diese wie im Fall von „Control“ ein wenig wie bei Gnarls Barkley entliehen klingen.

Bernhofts Funk-Vorliebe gipfelt kurz vor Albumende in der Coverversion von „Shout“ (Tears For Fears) als schwülstiger Funksong inkl. Falsettgesang im Prince-Stil, mit dem sich der Norweger endgültig als vielseitiger Sänger beweist, der mit „Solidarity Breaks“ ein sehr solides Album vorlegt, das auch kommerziell gute Chancen haben dürfte, wenn die „richtigen“ Songs als Singles ausgekoppelt werden.

Anspieltipps:

  • Shout
  • Stay with me
  • Good intentions
  • Space in my heart
  • A bad place to reside

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