Kittie - I´ve Failed You - Cover
Große Ansicht

Kittie I´ve Failed You


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 36 Minuten
Artikel teilen:
4/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Von Kittie zu behaupten sie wären einmal eine große Nummer im Nu Metal gewesen, wäre vermutlich übertrieben. 1996 gegründet stolperte die Mädelstruppe zwar genau in die beginnende Hochzeit des Genres hinein, außer einer Gold-Auszeichung für das Debüt „Spit“ (01/2000) schaute aber nicht mehr viel heraus, sodass sich die nach einigen Besetzungswechseln verbliebenen Mitglieder Morgan Lander (Gesang, Gitarre), Tara McLeod (Gitarre), Ivy Vujic (Bass) und Mercedes Lander (Schlagzeug) bereits vor einiger Zeit dazu entschlossen haben mehr einer Mischung aus wütendem Hardcore, Thrash und Heavy Metal zu frönen, der mal nach der weiblichen Fassung von Crowbar oder einem kratzigen Pendant zu Killswitch Engage klingt.

„I´ve Failed You“ ist das mittlerweile sechste Album der vier Damen aus Ontario, Kanada und gemessen an der Qualität der vorhandenen Songs wird es mit dem späten Durchbruch wohl auch dieses Mal nichts werden. Dazu ist die Mischung aus fauchenden Growls und gelegentlich einsetzenden, süßlich-verzweifelten Klargesang („Whisper of death“, „Already dead“, „Ugly“) zu angestrengt um mitzureißen und da sich der musikalische Unterbau meist mit dem Genrestandard begnügt ohne frische Ideen einzustreuen, ist dem Vierer diesbezüglich nicht viel abzugewinnen. Für gespitzte Ohren sorgen Kittie kurz wenn es schleppender ans Werk geht, allerdings erschöpft sich diese Formel meist durch eine einschläfernde Endlosschleife und droht ins Nirvana abzugleiten („What have I done“, „Time never heals“).

„Die letzten beiden Jahre zwischen „In The Black“ und heute waren sehr schwierig, und vieles davon ist in die Texte eingeflossen. In unseren Leben hat sich viel verändert und diese Songs erzählen eine Geschichte - es ist das Ende einer Beziehung, ihre Entwicklung und die Stärke zu finden weiter zu machen.“ wissen die Kätzchen über ihren neuesten Output zu berichten. Ob es wohl daran liegt, dass die Platte so frustriert, zornig und zerfahren klingt und lediglich das sehnsuchtvolle „Never come home“ den Schmerz der Bandmitglieder auf den Hörer zu übertragen weiß? Scheint, als müssten die vier Damen erst wieder mit sich selber ins Reine kommen, bevor ein stimmiges Album veröffentlich werden kann, denn ein paar deftige Wutausbrüche („Empires (Part 2)“, „Come undone“) und eine kurze Laufzeit reichen nicht um das Interesse aufrecht zu erhalten.

Anspieltipps:

  • Come Undone
  • Empires (Part II)
  • Never Come Home

Neue Kritiken im Genre „Hardrock“
7.5/10

The Final Countdown: 30th Anniversary Show Live At The Roundhouse
  • 2017    
Diskutiere über „Kittie“
comments powered by Disqus