Hard-Fi - Killer Sounds - Cover
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Hard-Fi Killer Sounds


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 42 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
3.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mittels dancefloorlastiger Rockmusik eroberte die britische Band Hard-Fi mit Hitsingles wie „Cash machine“ oder „Hard to beat“ und ihrem Debütalbum „Stars Of CCTV“ die Charts. Nach einem weniger erfolgreichen zweiten Werk („Once Upon A Time In The West“) steht nun Studioalbum Nummer drei an. Stuart Price (Madonna, Zoot Woman) und Greg Kurstin (Lily Allen) greifen Mastermind Richard Archer unter die Arme und der Sound wird nun noch poppiger und ziemlich elektronisch. Der Charme der Vorstadt-Band verblasst ein wenig, weil sie recht krampfhaft versucht, möglichst viel Erfolg durch eingängige Refrains und tanzfreudige Beats haben zu wollen. Es gelingt ihnen zugegebenermaßen, einige wenige Ohrwürmer zu schaffen, die dennoch die Ausnahme bleiben.

Hard-Fi mixen, Electro, Dance-Pop, HipHop, Pop- und Rockmusik so eingängig, dass die knödelige Stimme des Frontmannes, die ein wenig an die ebenfalls von der Insel stammenden Glasvegas erinnert, da gut reinpasst. Die erste Single „Good for nothing“ gibt die Richtung vor: Der Sänger performt mit niedlichem, breitem britischen Akzent und durch ein dominantes Schlagzeug, einem Ohrwurm-Refrain und einem sehr eingängigen Gitarrenschwung, der nach Stadion schreit, bleibt der Track hängen. „Fire In the House“ breitet einen umfangreichen Keyboardteppich aus, der nach und nach von Drums und Gitarren durchbrochen wird und das klingt auch sehr tanzbar. Dagegen überraschen Hard-Fi bei „Stop“ mit einigen Klangexperimenten verursacht durch ungewöhnliche Instrumente, die sie in den gewohnt ohrschmeichelnden Refrain einflechten. „Stay alive“ ist ein Beispiel dafür, dass zu viel Elektronikspielerei und immer die gleichen treibenden Drums auf Dauer monoton klingen und nicht wirklich begeistern können.

Die Crux bei Hard-Fi ist eben der immer gleiche Versuch, den richtigen Mitgröl-Refrain zu komponieren, der manchmal einfach angestrengt und musikalisch wenig abwechslungsreich klingt. Sicherlich können sie Hitsingles komponieren, doch auf Albumlänge halten sie dieses Vorhaben qualitätsmäßig kaum durch. Ein wenig wirkt das wie die Seifenblase, die so schön aussieht und dann doch platzt, weil Hard-Fi sich nicht entscheiden können, was ihre eigene Musikrichtung ist. Das klingt nicht nur nach musikalischem Stillstand, das ist wirklich nicht sehr aufregend und innovativ, wenn Hard-Fi momentan Songs schreiben.

Anspieltipps:

  • Fire In The House
  • Stop
  • Stay Alive

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