Mechanical Bride - Living With Ants - Cover
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Mechanical Bride Living With Ants


  • Label: Cooperative/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 37 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Im weiten Feld zwischen PJ Harvey, Bat For Lashes und Laura Marling debütiert Lauren Moss als Mechanical Bride mit neuem Folk zartbesaiteter Singer/Songwriter-Schule. Sich nach der ersten größeren Abhandlung über Medien- und Popkultur des renommierten Medientheoretikers Marshall McLuhan zu benennen, bringt gewiss Punkte bei der potentiell intellektuellen Indie-Zuhörerschaft, wobei die Intention dieses Querverweises bislang unaufgeklärt ist.

Lauren Moss hat in Brighton ihren Abschluss in Music & Visual Arts gemacht und sich nebenbei aufgrund ihrer Familiengene und ihres Talents ein Platz im Aufgebot von Transgressive Records erspielt, wo sie noch während ihres Studiums zwei schöne, aber leisetretende EP’s herausbrachte. Ihre Mutter, im Übrigen, ist eine von der Promotion nicht näher genannte Vollblutsängerin, die in den 70er und 80er Jahren für diverse Bands ihre Stimmbänder zum vibrieren brachte.

Nun also das Debut „Living With Ants”, ein zu Beginn etwas zu versteift folkiges, gegen Ende Augenbrauen hochziehend experimenttierfreudiges Indie-Pop-Album. Seichte Klavier-Passagen und ruhige Streicher („Magpie“ und „Colour Of Fire“) oder die Intimität erzeugende, gezupfte Folk-Gitarre („Young Gold“, „Peach Wolves“) bereiten den Boden für Moss’ milden, friedlichen und angenehm einnehmenden Gesang. Doch bevor ein tendenzieller Ermüdungseffekt aufkommen kann, wechseln der Stil und das Timbre des Albums sukzessive unmerklich in Richtung einer offenherzigeren und gewagteren Songgestaltung. Da wird es mal vaudevillesque („Walk Into The Forest”), mal nach Ragtime klingend, mal jazzig („Demons“), mal pompös-bedrückend, wie in vielen starken Bat For Lashes-Momenten („To The Fight“, „Lakes“). Ein gutes Debut, vor allem, weil man schnell denkt man wisse was auf einen zu käme und sukzessive eines Besseren belehrt wird.

Anspieltipps:

  • Magpie
  • To The Fight
  • Walk Into The Forest
  • Demons

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