TYR - The Lay Of Thrym - Cover
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TYR The Lay Of Thrym


  • Label: Napalm Recods
  • Laufzeit: 46 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Nicht ganz fünf Sekunden brauchen Tyr um vom Hörer die volle Aufmerksamkeit für ihr neuestes Werk „The Lay Of Thrym“ zu bekommen. Wuchtig, auf den Punkt gebracht und dazu noch eine epische Melodie: Mehr braucht man bei Heri Joensen (Gesang, Gitarre), Terji Skibenaes (Gitarre), Gunnar H. Thomsen (Bass) und Kari Streymoy (Schlagzeug) eben nicht um den Kopf im Takt mitwippen zu lassen. Nach fünf Studioalben und über zehn Jahren Bühnenerfahrung wissen die Jungs von den Faröer Inseln wie der Hase läuft und auf was ihre Fangemeinde abfährt. Da muss nicht künstlich das Songwriting durch elektronischen Schnickschnack aufgebessert werden oder irgendein wirrer Stilmischmasch vonstatten gehen, Tyr sind einfach am besten wenn sie Tyr sind und das bekommt man auf „The Lay Of Thrym“ auch eine gute dreiviertel Stunde lang geboten.

„Traditionelle Musik aus der Welt der Wikinger ist nur auf den Faröern erhalten geblieben, gepflegt und über die letzten 1000 Jahre mündlich überliefert worden. Auf diesem Erbe bauen wir unsere Songs auf und nutzen es als Inspirationsquelle“ erklären die vier Färinger ihr Erfolgsrezept, das auch dieses Jahr zu einem Werk geführt hat, das fast keine Wünsche offen lässt. Klar, Dreh- und Angelpunkt der Kompositionen sind und bleiben die stets mitreißenden und mitsingtauglichen Refrains, von denen es auf der neuesten Langrille wieder eine ganze Wagenladung gibt, doch auch das Drumherum versprüht eine Perfektion, dass man Tyr am liebsten dafür hassen wollen würde, wären sie nicht so verdammt genial.

Vor allem die Leichtigkeit mit der Nummern wie „Shadow of the swastika“ ein Gefühl der Fröhlichkeit auf den Hörer zu transportieren wissen, ist im Genre nahezu unerreicht. Kommen dann noch eine beseelte Ballade („Evening star“), Hymnen für die Ewigkeit („Take your tyrant“, „Fields of the fallen“), flotte Tracks, die sich sofort im kompletten Nervensystem festsetzen („Hall of freedom“), in der Landessprache gesungene Folk-Gustostückerl („Konning hans“, „Ellindur bondi a jadri“) und eine fast sieben Minuten lange Achterbahnfahrt mit epischer Ausrichtung dazu („The lay of Thrym“) hat man in „The Lay Of Thrym“ seinen neuen besten Freund gefunden. Den Jungs zuzuhören macht einfach Spaß!

Einzig und allein „Nine worlds of Lore“ fällt im Gesamtkontext etwas ab und bleibt mäßig spannend, doch gerade solche Schnitzer machen Tyr nur umso sympathischer. Was gibt es noch zu sagen? Album Nummer Sechs donnert durch sämtliche Hallen der nordischen Mythologie mit einer glasklaren Produktion von Jacob Hansen (Deadlock, Maroon, The Arcane Order), besitzt alle Eigenschaften, die ein Tyr-Output mit sich bringen muss (Majestätische Erhabenheit, eine packende Erzählstruktur und herrlich mitreißende Refrains) und wird bei den nächsten Live-Auftritten mit ziemlicher Sicherheit die Masse zum Toben bringen. Fazit: Liest Du noch oder hörst Du schon?

Anspieltipps:

  • Evening Star
  • Hall Of Freedom
  • Fields Of The Fallen
  • Ellindur Bondi A Jadri
  • Shadow Of The Swastika

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