Seven - Focused - Cover
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Seven Focused


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 46 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Songs sind klasse arrangiert, die Stimme ist für Soulmusik wie geschaffen und die Produktion wird internationalen Maßstäben gerecht.

Jan Dettwyler (32) ist die bürgerliche Identität, die sich hinter dem leicht kryptischen Künstlernamen Seven verbirgt. Seven stammt aus der Schweiz und gehört dort mit mehr als 200.000 verkauften Alben und Singles in den vergangenen zehn Jahren zu den Stars der Musikszene. Mit „Focused“ liefert der 32-Jährige nun sein Deutschlanddebüt beim Major Columbia Records ab. Dafür hat Seven eine Auswahl seiner bisherigen persönlichen Lieblingssongs getroffen, hat diese zum Teil neu arrangiert bzw. auch neu eingesungen und damit eine Art Best-Of-Querschnitt seiner Karriere zusammengestellt.

Ein bisschen Pop („I know“), etwas Funk („Like a rocket“), sehr viel Soul („Keep your head up“) und jede Menge R&B („On & On“) – das sind die Zutaten für den Seven-Sound, der auf den bisherigen fünf Studioalben von vielen namhaften Produzenten wie James Poyser, Ivan Barias, Carvin Haggins und Commissioner Gordon betreut wurde. Damit changiert der Schweizer stilistisch irgendwo zwischen Sasha, Prince und Justin Timberlake, worin auch das Problem von Sevens Darbietungen steckt: Sie klingen häufig nach Kopien, die sich zu stark an ihren großen Vorbildern orientieren und damit Eigenständigkeit und Widererkennungswerte vermissen lassen.

Dabei ist es gar nicht einmal so, dass Seven auf musikalischer Ebene etwas falsch macht. Seine Songs sind klasse arrangiert, seine Stimme ist für Soulmusik wie geschaffen und die Produktion wird internationalen Maßstäben gerecht. Da freut sich das Formatradio und der geneigte Hörer findet durchaus ein paar schöne Tracks unter den 12 Nummern auf „Focused“. Doch es lässt sich leider nicht verhehlen, dass Gevatter Mittelmaß ein bisschen zu oft um die Ecke schaut und so manche Komposition der Beliebigkeit hingibt. Dadurch gerät Sevens Deutschlanddebüt alles andere als zu einem Muss für Soul- und R&B-Liebhaber und stellt am Ende des Tages maximal nur eine nette Alternative dar.

Anspieltipps:

  • Yes
  • Running
  • Born and raised
  • Keep your head up

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