All Shall Perish - This Is Where It Ends - Cover
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All Shall Perish This Is Where It Ends


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 58 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

„Hate, Malice, Revenge“ (weltweiter Release in 02/2005) war noch wütende Ideenfindung, „The Price Of Existence“ (08/2006) der in Thrash und Deathcore gegossene Rundumschlag mit weichem Kern und „Awaken The Dreamers“ (09/2008) hinterließ als kompromissloseste aller bisherigen All Shall Perish-Scheiben nicht mehr als verbrannte Erde. „This Is Where It Ends“ will nun einfach nur (unter Berücksichtigung der perfektionierten Songwritingfähigkeiten des Vorgängers) die technischen Fingerfertigkeiten der Herrschaften Francesco Artusato (Gitarre), Ben Orum (Gitarre), Mike Tiner (Bass) und Adam Pierce (Schlagzeug) mit den unverwüstlichen Schreiattacken von Hernan Hermida bündeln und damit ein Biest erschaffen, dass im Genre seinesgleichen sucht: Blutrünstig, unberechenbar und stets bereit dir die Kehle aufzuschlitzen.

Das Problem an der Sache ist, dass die Gitarre-Bass-Gesangsfraktion nach wie vor eine Macht ist und gemeinsam mit der donnernden Abmischung von Zack Ohren (Cattle Decapitation, Decrepit Birth, Suffocation) jedes Kleinstadtnest in einen brodelnden Hexenkessel verwandelt, doch gerade die ansonsten so effektive Triebfeder, Drummer Matt Kuykendall, voriges Jahr vor die Tür gesetzt und durch Adam Pierce ersetzt wurde, der, ähnlich wie Kevin Talley bei seinem Chimaira-Aufenthalt („Chimaira“ vom August 2005), keine schlechte Figur abgibt und sein Instrument zu 100% beherrscht, sich aber noch nicht völlig an die groovenden Splittergranaten von All Shall Perish gewöhnt hat und inmitten der hochtechnischen Kunststücke oftmals keine Akzente setzen kann („The past will haunt us both“). Doublebassgedresche und Blastbeats sind eben nicht alles.

Davon einmal abgesehen hat der aus Oakland, Kalifornien stammende Fünfer in punkto Abwechslungsreichtum einen großen Satz nach vorne gemacht, verzichtet weder auf ausufernde Klavierpassagen („In this life of pain“), in sich ruhende Zwischenspiele nach einer brutalen und auf den Punkt gebrachten Schlachtbank („Procession of ashes“) oder auf pure Aggression getrimmte Todesbleibolzen, die ihr Ziel, alles in Schutt und Asche zu legen, als unzerstörbare Panzerdivision getarnt nicht verfehlen können („Rebirth“, „The death plague“, „There is nothing left“, „A pure evil“). Wer deswegen von „This Is Where It Ends“ noch immer nicht vollends überzeugt ist, sollte einfach Track Nummer 6 anwählen und sich von den verkohlten Fingerkuppen von Artusato und Orum betören lassen. Das sollte dann sämtliche Bedenken pulverisieren.

Anspieltipps:

  • Rebirth
  • Spineless
  • The Death Plague
  • There Is Nothing Left

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