Gavin DeGraw - Sweeter - Cover
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Gavin DeGraw Sweeter


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Mischung aus klassischem Songwriter-Stoff und dem gemäßigten Blick auf die Charts, funktioniert auf „Sweeter“ nahezu tadellos.

Obwohl der amerikanische Songwriter Gavin DeGraw (34) seine Musik schon seit über fünf Jahren durchaus erfolgreich mit Sony Music über ein weltweit operierendes Majorlabel veröffentlicht, ist sein Name weiten Teilen des europäischen Publikums noch immer kein Begriff. Und daran wird sich vermutlich auch so schnell nichts ändern, schaut man sich die erneut nicht erfolgte Promotion für DeGraws viertes Studioalbum „Sweeter“ an, das dieser Tage völlig geräuschlos in die Läden kommt.

Dabei beherrscht der 34jährige New Yorker das Komponieren eingängiger Melodien, nach denen sich andere Singer/Songwriter die Finger schlecken würden, wie nur ganz wenige seiner Generation, auch wenn seine Singleauskopplungen in der Regel nicht über Top-20-Platzierungen hinauskommen. Dass sich DeGraw diesmal für je zwei Songs mit Ryan Tedder von OneRepublic (Chris Cornell, Kelly Clarkson, Monrose, Ashley Tisdale) und Andrew Frampton (Kylie Minogue, Westlife, Delta Goodrem, Leona Lewis) zwei Co-Songwriter ins Boot geholt hat, mag deshalb ein Zugeständnis an sein Label, aber kein Autoritätsverlust sein.

„Sweeter“ ist ein Songwriter-Album der alten Schule. Es kommt mit zehn Songs und 40 Minuten Spielzeit aus – denn mehr braucht eh kein Hörer! – und es ist trotzdem alles gesagt. Im Stile eines jungen Billy Joel, Elton John oder auch Ben Folds kredenzt Gavin DeGraw klassischen Piano-Pop, der auch mal in rockigere Richtungen ausschlägt („Sweeter“) doch schon im nächsten Moment auf die hitparadentaugliche Schaum-Vor-Dem-Mund-Produktionen Ryan Tedders („Not over you“) und Andrew Framptons („Run every time“) setzt.

Genau diese Mischung aus klassischem Songwriter-Stoff und dem gemäßigten Blick auf die Charts, funktioniert auf „Sweeter“ nahezu tadellos, zumal die besten Tracks des Albums („Soldier“, „Candy“, „Where you are“, „You know where I’m at“) immer noch von Gavin DeGraw im Alleingang geschrieben wurden. So bleibt es weiterhin ein Rätsel, warum es mit dem ganz großen Durchbruch noch immer nicht geklappt hat, sieht man einmal von der mangelnden Promotion ab.

Anspieltipps:

  • Candy
  • Soldier
  • Stealing
  • Not over you
  • Where you are

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