S.C.U.M - Again Into Eyes - Cover
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S.C.U.M Again Into Eyes


  • Label: Mute/AIP
  • Laufzeit: 38 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Seit sich Thomas Cohen (Gesang) und Bradley Baker (Keyboards) in 2008 zum ersten Mal trafen, steht die Vision zusammen mit drei anderen Mitgliedern an Schlagzeug, Bass sowie Moog-Synthesizer als S.C.U.M und einem beeindruckend dichten Sound, der so tief in den Achtzigern verwurzelt ist, jedoch in seiner Intensität etwas losgelöst Eigenes erschafft. S.C.U.M waren bereits auf Tour mit The Kills und konnten sich in der britischen Heimat einen beachtlichen Ruf erspielen. Ein Gesamtkunstwerk aus audiovisueller Kunst quasi, dennoch zielgerichtet im melodieverliebten Post-Punk, Shoegaze und Pop beheimatet, nun bereit auch den Rest der Welt zu erobern.

Für den ersten Schliff des Debüts „Again Into Eyes“ legte Jim Sclavunos (u. a. Nick Cave) Hand an die Regler, während Ken Thomas (z. B. Sigur Rós) die abschließende Produktion vollbrachte. Ein Zusammenspiel mit den Musikern, welches wundervolle Früchte trägt und trotz der stets vorherrschenden Melancholie ein selten so glücklich machendes Stück von Erstling. Sicher muss seitens des Hörers eine Affinität zum Schattentanz der Achtziger vorliegen, doch was da allein die Synthesizer und der hingebungsvolle Gesang Thomas Cohens bei „Faith Unfolds“ mit einem machen, ist aller Rede wert. Zu der enormen Eingängigkeit aus Tiefe vermittelndem Bass und flächigen Keyboards voller Weite gesellt sich ein Sound-Universum, das seinem Namen absolut gerecht wird. Dabei ist es kaum exakt zu deuten, welche instrumentalen Zutaten über die Grundkoordinaten hinaus in diesem Cocktail sind – die Gesamtheit steht über allem und segnet „Again Into Eyes“ mit perlender Eleganz.

Einerseits können S.C.U.M es dringlich und beherzt nach vorn gehend, andererseits lebt ein „Sentinel Bloom“ von seiner schleppenden Gemächlichkeit, die sich nur langsam entfaltet und dabei nicht weniger zündet als die rockigeren Geschwister. So schwebt das Debütalbum von einer Wolke zur nächsten und vollendet die erste Etappe einer jungen Band, von der man noch einiges erwarten darf. Denn wenn die vertonte Traurigkeit schon so dicht gewoben Glück erschafft, ist der Zauber manifestiert.

Anspieltipps:

  • Faith Unfolds
  • Amber Hands
  • Summon The Sound
  • Sentinel Bloom

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