Suicide Silence - The Black Crown - Cover
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Suicide Silence The Black Crown


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Der musikgewordene Bulldozer aus Riverside, Kalifornien beehrt uns wieder und lässt erneut absolut nichts anbrennen. Nicht einmal die Milch geht über, meine Herrschaften! „The Black Crown“, Suicide Silence dritter Deathcore-Prügel, jagt von Sekunde 1 an mit einem infernalischen Höllengroove durch den Äther, dass das Trommelfell nur so schlackert und die Birne im Handumdrehen zu Apfelmus zerstampft wird. Kein Wunder, dass Mitch Lucker (Gesang), Chris Garza (Gitarre), Mark Heylmun (Gitarre), Dan Kenny (Bass) und Alex Lopez (Schlagzeug) an der Geheimrezeptur kaum etwas verändert haben und nach einem der erfolgreichsten Century Media-Debütalben („The Cleansing“ vom September 2007) und dem noch eine ganze Ecke erfolgreicheren Nachfolger „No Time To Bleed“ (06/2009) genau das abliefern, was man sich als Fan des Fünfers wünscht.

Zischende Circle Pit-Attacken („Human violence“, „Cancerous skies“) und bissige Aggronummern („Fuck everything“) geben sich die Klinke in die Hand, ungezügelte Breakdowngewitter machen (richtige Lautstärke vorausgesetzt) jede Gegend zu einem Erdbebenkrisengebiet („Slaves to substance“, „O.C.D.“, „You only live once“), ein erhöhter Todesbleigehalt treibt den Blutzoll angenehm nach oben („Smashed“) oder weniger hektisch agierendes Songwriting lässt die Rübe in schöner Gleichmäßigkeit gegen die nächstbeste Wand hämmern („The only thing that sets us apart“). Suicide Silence feuern eben nicht nur einfach wie z.B. Emmure blindlings in die Menge, sondern überlegen sorgfältig den nächsten Schritt, damit auch jeder Treffer sitzt. Zumindest zum Großteil auf „The Black Crown“.

Ausreißer wie das überflüssige Zwischenspiel „March to the black crown“, das mit 5 1/2 Minuten ermüdende Korn-Feature „Witness the addiction“ mit Jonathan Davis und das weniger zielstrebige „Cross-eyed catastrophe“ (mit Alexia Rodriguez von Eyes Set To Kill als in der Ferne säuselnde Sirene) senken die Trefferquote des Fünfers zwar, an dem Umstand, das die Jungs aus Kalifornien mit „The Black Crown“ eine alles in Grund und Boden stampfende Dampfwalze geschaffen haben, ändert sich allerdings nichts. Damit empfehlen sich Suicide Silence nicht unbedingt als die kreativsten Köpfe in der Death trifft Hardcore-Gemeinde, durchschlagende Argumente bieten sie aber allemal.

Anspieltipps:

  • Smashed
  • Slaves To Substance
  • You Only Live Once
  • The Only Thing That Sets Us Apart

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