Wolf Gang - Suego Faults - Cover
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Wolf Gang Suego Faults


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit dem jungen Schotten Max McElligott (23) alias Wolf Gang wird der gespannten Pop-Hörerschaft das nächste große Ding von der britischen Insel präsentiert. Als da wäre: Ein Ex-Studenten-Nerd, der als Sänger, Komponist und Multiinstrumentalist zusammen mit Top-Produzent Dave Friedman (u.a. MGMT, The Flaming Lips, Mercury Rev, Brandon Boyd) ein Alternative-Popalbum geschaffen hat, bei dem sich traumhafte Melodien („Midnight dancers“, „Dancing with the devil“) und verschrobene Arrangements („Where are you now“, „Planets“) einträchtig die Hand reichen.

Die Inspiration für die Songs von Wolf Gang hat ihren Ursprung in den 70er Jahren und darf gerne mit Namen wie Elton John, Queen und David Bowie in Verbindung gebracht werden, die in der Neuzeit auf die Scissor Sisters und Talking Heads treffen. Musikalisch ist „Suego Faults“ also durchaus als opulent zu bezeichnen, behält sich aber dennoch den Charme des Minimalistischen bevor. Diese Mischung ist grundsätzlich als ungewöhnlich zu bezeichnen, verströmt aber einen ganz besonderen Reiz. Denn Hörer weiß auf diese Art nie, wohin die Reise im nächsten Song gehen wird.

Da wäre auf der einen Seite der radiotaugliche Pop von „Lions in cages“, der gefolgt wird von elektronischen, 80er Jahre geprägten Synthieklängen („Something unusual“) sowie hymnischem Breitwand-Pop á la Patrick Wolf („Stay and defend“, „Suego faults). Es gibt Ausflüge in die New Yorker Gay-Discoszene („The king and all of his men“) und als Garnitur düsteren Minimal-Indie-Pop („Back to back”). Dabei ist Wolf Gang nie um geschmackvolle Melodien verlegen („Midnight dancers“) und kredenzt auf diese Weise einen erfrischend anderen Pop-Longplayer, dem man mehr als nur einen kleinen Achtungserfolg wünscht.

Anspieltipps:

  • Planets
  • Back to back
  • Lions in cages
  • Midnight dancers
  • Something unusual

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