Megamasso - Loveless, More Loveless - Cover
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Megamasso Loveless, More Loveless


  • Label: GanShin/Rough Trade
  • Laufzeit: 60 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Nachdem er im August 2006 die Band ayabie verließ, gründete Ryôhei noch im gleichen Jahr sein neues Projekt Megamasso, für das er Inzargi (Vocals), Gou (Bass) und Yûta (Drums) gewinnen konnte. Letzterer verließ bereits 2007 die Band wieder, weshalb die Formation als Trio weitermachte. Stilistisch erinnern die bisherigen Werke doch sehr an die Anfangszeit von ayabie – kein Wunder, denn Ryôhei, der nun als Bandleader die Songs von Megamasso schreibt, war ursprünglich ebenfalls Songwriter bei ayabie. Somit ist Megamasso ebenfalls dem Visual Kei bzw genauer gesagt wie z.B. auch AnCafe dem Oshare Kei zuzuordnen. Musikalisch bedeutet das ganz einfach eine fröhliche Mischung aus Rock und Pop, die aber auch durchaus durch Punk oder Metaleinflüsse aufgelockert und aufgefrischt wird. Klingt seltsam – funktioniert aber erstaunlich gut.

Der vorliegende Silberling „Loveless, More Loveless“ ist nun das Europadebüt des japanischen Trios. Nach vier Alben bei einem Indie Label, handelt es sich nach „M of Beauty“ (3/2010) um ihre zweite Veröffentlichung bei einem Major Label in Japan. Dank Gan-Shin kommen die europäischen Fans bereits einen Monat nach der Veröffentlichung im Heimatland (2/2011) in den Genuss das Album auch auf dem einfachen Weg des deutschen Markts erwerben zu können.

Das Album hält nun ziemlich gut ganz genau das, was Megamassos Musikstil verspricht. Der Opener „Sekai No Owari no Jellyfish“ begrüßt den Hörer in der bunten Blase dieser Musikrichtung und entwickelt sich als typischer J-Pop/Rocksong, den man sich auch durchaus in einem Anime vorstellen könnte. Auch „Tasukete“, „Fate“ und „Twilight Star“ folgen diesem Stil und sorgen für Spaß und gute Laune. In „Hakugin Shoujo“ begeistert mit starker Basslinie und zeigt die punkigeren Seiten der Band. „Pandemonium Hakkaku“ folgt dieser Linie, überzeugt allerdings zudem mit einem interessanten Schlagzeugintro. „Loveless, More Loveless“ vervollständigt die starken Soli des Albums mit ausdrucksstarken Gitarrenlinien. Mit „Kagome Kagome In Tokyo Night“ und „Shizukana Kuchizuke de Asa no Aisatsu wo“ finden sich außerdem zwei starke Balladen auf dem Longplayer. Abgerundet wird diese Mischung durch Songs wie „The Requiem“ und „Sumire September Love“, die zudem deutliche Electropopeinschläge aufweisen und schließlich „Until“, das sich einem deutlichen Metalcharakter nicht verwehren kann.

Die so entstandene Mischung mag auf den ersten Blick seltsam anmuten, funktioniert in der Mischung allerdings erstaunlich gut. Nach den Trennungen der bisher diesen Markt in Deutschland ausfüllenden Bands ayabie und AnCafé definitiv genau das, was der aktuellen J-Rocklandschaft gefehlt hat. Ein Album voller guter Laune und auch für Genreeinsteiger durchaus einen Blick wert!

Anspieltipps:

  • Sekai no Owari no Jellyfish
  • Pandemonium Hakkaku
  • Until

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