Tape The Radio - Heartache And Fear - Cover
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Tape The Radio Heartache And Fear


  • Label: Neo/Sony Music
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Man mische die durchaus bekannte Band The Cure und die leider viel zu unbekannten Manana aus der Schweiz und heraus kommt Tape The Radio. Die Londoner machen Wave-Pop-Rock und zeigen schon in ihren Titeln „Heartache And Fear“, „Suffer Me Suffer You“ oder „Our Love Is A Broken Heart“, dass sie kein Problem damit haben den Größen aus dem eigenen Land wie eben The Cure oder The Smiths zu folgen. Mit emotionalem Gesang, vielen Gitarren und gut verteilter Elektronik geht es dann auch von der ersten Minute an zu Werke.

Ob nun der Titeltrack oder das noch mehr ausladende „1989“ – Tape The Radio machen auch keinen Hehl aus ihrer Liebe zu großen Hymnen. Das geht wie in letzterem Song auch richtig gut. Überhaupt zünden nahezu alle der Melodien der Band und so darf man bei dem Großteil der Lieder schnell mit einstimmen, da Hymnen und Balladen am besten funktionieren, wenn alle mitsingen können. „The Message“ oder „Shaking Hearts“? Auf dem Debüt der Engländer gibt es nur selten ein entweder oder. Die Lieder wirken homogen ohne sich zu wiederholen. Wer fürchtet ein Album nur für eine Single zu kaufen, darf diese Sorgen getrost im Wandschrank lassen, wenn ihm ein Lied von Tape The Radio gefallen hat. Die Ausnahme „Stay Inside“, welche ungewöhnlich intim wirkt, bestätigt lediglich die Regel.

Für eine Gruppe, die vorher allein mit drei Singles und als Vorband Aufsehen erregen konnte, haben Tape The Radio ein sehr erwachsenes Werk geschaffen, dass sich anmaßen darf in die Fußstapfen von Editors und anderen Bands zu treten, die ebenfalls mit schönen Melodien so unzeitgemäße Vorstellungen wie Wave-Pop-Rock wieder salonfähig gemacht haben. Ein Album ohne Aussetzer muss man – trotz Unbeschwertheit – auch erst mal hinbekommen, so wie es Tape The Radio gelungen ist. Chapeau!

Anspieltipps:

  • 1989
  • Horses
  • Heartache and Fear

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