Eastern Conference Champions - Speak-Ahh - Cover
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Eastern Conference Champions Speak-Ahh


  • Label: The Organisation
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Schon mit ihrem Debütalbum „Ameritown“ (07/2007) konnte das aus Southampton, Pennsylvania in den USA stammende Trio Joshua Ostrander (Gesang, Gitarre), Greg Lyons (Drums) und Melissa Dougherty (Bass) alias Eastern Conference Champions einen Deal mit dem Majorlabel Geffen Records (Universal) ergattern. Doch wie so oft, wussten die verantwortlichen Manager mit einer im Sound etwas speziellen Band wie Eastern Conference Champions nicht wirklich etwas anzufangen, sodass sich die Wege des Trios und des Majors schon bald wieder trennten.

Es folgte ein Umzug nach Los Angeles, die Gründung eines eigenen Plattenlabels und die plötzliche Aufmerksamkeit von Hollywoods TV- und Kinofilmindustrie, die Songs von Eastern Conference Champions für Produktionen wie „Melrose Place“, „Gossip Girl“ oder auch „Twilight“ auswählte. Gar nicht schlecht für eine wieder zum Indie-Act gewordene Gruppe, die nun mit ihrem neuen Album „Speak-Ahh“ nachlegt.

Für ihren zweiten Longplayer verzichteten Eastern Conference Champions auf einen externen Produzenten und gestalteten die Strukturen ihrer Songs etwas simpler, damit die Live-Umsetzung nicht wie beim Vorgänger „Ameritown“ erneut in Gefahr gerät. Künstlerisch beschnitten hat sich die Band dadurch allerdings nicht. „Speak-Ahh“ ist ein kurzweiliges Indie-Pop/Rock-Album, das verschiedene Stimmungen erzeugt und mit seiner zeitweisen Melancholie an Radiohead („A million miles an hour”, „Hell of high water”) oder auch Death Cab For Cutie („Where from here“) gemahnt. Wir hören aber auch schrammelige Indie-Klänge im Pixies-Stil („Attica“) und atmosphärisch an den U2-Sound zu „Achtung Baby“-Zeiten erinnernde Stücke („Atlas“).

Daraus resultiert aus der Sicht eines Majorlabels sicher kein massentaugliches Musik-Portfolio, was in Bezug auf die Qualität der elf Songs auf „Speak-Ahh“ freilich völlig unerheblich ist. Denn Eastern Conference Champions finden mit ihrer Art des Musizierens auch ohne Major-Unterstützung ihre Nische zwischen Mainstream- und Indie-Rock.

Anspieltipps:

  • Atlas
  • How long
  • Where from here
  • Hell of high water

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