Svartsot - Maledictus Eris - Cover
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Svartsot Maledictus Eris


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Svartsot aus Dänemark nutzen die positiven Rückmeldungen zu ihrem zweiten Album „Mulmets Viser“ (03/2010) und legen nicht einmal 1 1/2 Jahre später mit „Maledictus Eris“ nach. Wie schon das Albumcover andeutet, haben sich Thor Bager (Gesang), Cris J.S. Frederiksen (Gitarre, Mandoline), Lasse Lammert (Gitarre), James Atkin (Bass), Hans-Jörgen Martinus Hansen (Flöten, Dudelsack) und Danni Lyse Jelsgaard (Schlagzeug) dieses Mal einem düsteren Thema angenommen, genauer gesagt dem schwarzen Tod und wie er Teile Dänemarks dahinraffte.

„Die Songs erzählen die Geschichte der Sterbenden, der Toten und der Überlebenden - ihre Ängste, ihre Trauer, ihren Kummer und ihre Taten.“ weiß der Pressetext zu berichten und wenn die Dreiviertelstunde von „Maledictus Eris“ um ist, kann man diese inhaltliche Zusammenfassung anhand der destruktiven und monotonen Anlage der Songs nachvollziehen. Der Tod ist schließlich nichts Schönes und daher wird ausgiebig das Midtempo bedient, Abwechslung klein geschrieben und ein qualitativer Trauermarsch an den Nächsten gereiht.

Der Svartsotsche Wechsel zwischen tiefen Death Metal-Growls, treibenden Rhythmen, lockeren Folk-Elementen, verzweifelten Schreien und klar gesungenen Erzählungen in der Landessprache ist zwar derselbe geblieben, aber selten war er so fahl und ausdruckslos. Der bisher größte Pluspunkt, die stimmungsvoll von diversen Instrumenten vorgetragenen Melodien, kommt auf „Maledictus Eris“ ebenfalls kaum zu tragen, denn entweder ordnen sich Mandoline, Dudelsack und Flöte subtil unter („Kunsten at dø“, „Holdt ned af en Tjørn“) oder sie nerven bereits zu Beginn eines Songs durch ihre aufdringliche Ader, die meist gezwungen denn songdienlich klingt um ins Folk Metal-Genre klassifiziert werden zu können („Den forgængelige Tro“, „Om jeg lever kveg“).

Mit „Dødedansen“ und „Farsoten kom“ gibt es zum Glück zwei Ausreißer, von denen der Erste in Richtung Härte ausbricht und Letzterer mit Hey Ho-Rufen das Geschehen zu auflockern weiß, die komplette Platte können die Tracks aber freilich nicht retten. Zum Schluss bleibt ein bitteres Todesblei/Folk-Gebräu, das aus guten Ansätzen keinen packenden Spannungsbogen formen kann und sich nach und nach an allen Fronten (Growls, Songstruktur, Folk-Melodien) der Eindimensionalität hingibt. Schade!

Anspieltipps:

  • Dødedansen
  • Farsoten kom
  • Kunsten at dø

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